Full text: Kritischer Beitrag zur Theorie des internationalen Handels

angegebenen weitesten Sinne, so fragt es sich, welcher Spannungs- 
grad der rhythmischen Stufen in der Veränderung der Daten als 
entscheidend angesehen werden soll für die Konstituierung des 
Erkenntnisobjektes, auf das wir die Theorie bezogen wissen wollen. 
Der rhythmische Stufenbau des Datensystems ist vielfältig ge- 
gliedert, das Beharrungsvermögen der Strukturelemente außer- 
ordentlich differenziert. Und nicht nur das. Die Stufenfolge des 
Systems ist keineswegs etwa regelmäßig. Die gegenseitige Bedingt- 
heit der verschiedenen Stufenfolgen in der Bewegung der hypo- 
stasierten Tatbestände verwirrt die Übersicht einer an sich wohl 
denkbaren typischen Folge. Hier kann auch eine isolierte Betrach- 
tung der einzelnen Entwicklungs- und Wirkungsreihen höchstens 
vorbereitenden Sinn haben; andererseits wird eine Perspektive, 
die auf den Zusammenhang gerichtet ist, stets nur dieses Ganze 
zur Erscheinung bringen, somit also auf Urteile spezielleren In- 
halts verzichten müssen. 
Dennoch könnte vielleicht bei diesem schwierigsten aller 
Probleme ein Lösungskompromiß gefunden werden, und zwar mit 
Hilfe einer wohlweislich beschränkten Zielsetzung. Kurz gesagt 
— die ausführliche Begründung kann erst später erbracht werden —: 
die bisherige auf den Wert der Nation bezogene Datenauswahl 
muß revidiert werden in Richtung einer nur-wirtschaftlichen Be- 
ziehung. 
Der Erfolg der Revision ist zuerst die Ausschaltung der 
theoretisch-politischen Antithese. Die der staatlichen Wirtschafts- 
politik immanenten Forderungen werden eliminiert, scheiden also 
als Beurteilungsgrundlage für die Richtigkeit bzw. Zweckmäßig- 
keit der beabsichtigten Beziehung aus. Nebenbei bemerkt ist damit 
nicht von vornherein Verzicht geleistet auf eine politisch-wirt- 
schaftliche Ausbeute des späteren Ergebnisses. Es ist eben, wie 
schon erwähnt, etwas anderes, ob ich das Motiv zum Erkenntnis- 
zweck mache und als Bezugswert verwende, oder ob ich Motiv 
und Bezugswert trenne, und letzteren unabhängig von irgendwelchen 
Absichten zur Auswahl verwende. Ein weiterer Erfolg ist die bessere 
Ordnung des rhythmischen Gefüges der Daten, insofern die ver- 
engte Zielsetzung die Bildung eines Erkenntnisobjektes ermöglicht, 
dessen Begriffsmerkmale ausschließlich ökonomisch relevante bzw. 
ins Ökonomische übersetzte Elemente enthält. Der Wert dieser 
Verschiebung ist zwar nur ein heuristischer. Immerhin erreichen 
wir durch sie die Meßbarkeit der Datenveränderungen. Der Zeit- 
begriff in seiner bisherigen Verschwommenheit wird ins Quan-
	        
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