fullscreen : Zur Wertzollfrage

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hochwertiger  Eenußmittel  ist.  Aber  allein  solcher  Anzeichen ­
  schon  sind  genug  da,  um  weitverbreitete  Anschauungen ­
  über  die  Bedeutungslosigkeit  des  steuerlich
erfaßbaren  Lurusauswandes  in  Deutschland  überaus
revisionsbedürftig  erscheinen  zu  lassen.
Wir  wissen,  daß  im  heutigen  Deutschland
von  den  Verbrauchern  jährlich  annähernd  600  Millionen ­
  Mark  für  Wein  verausgabt  *)  werden,  und,
wenn  in  den  unseren  Rebländereien  benachbarten
Gebieten  sich  auch  ärmere  Vevölkerungsklassen  am
Weingenusse  beteiligen,  so  ist  doch  die  genannte
Eesamtziffer  viel  zu  hoch,  als  daß  ihre  allgemeine
Bedeutung  durch  die  letzterwähnte  partiell  auftretende ­
  Erscheinung  abgeschwächt  werden  könnte.  Wir
wissen,  daß  die  Zigarette  die  wirtschaftlich  kostspieligste
und  unrationellste  Art  des  Tabakgenusses  darstellt,  und
müssen  trotzdem  beobachten,  daß  sich  in  einer  den  erfolgten ­
  Steuerauflagen  gleichsam  spottenden  Weise
der  Verbrauchswert  der  während  eines  Jahres  verrauchten ­
  Zigaretten  vom  Jahre  1907  bis  zum  Jahre
1911  um  etwa  100  Millionen  Mark  gesteigert  hat.  Wir
wissen,  daß  der  derzeitige  Jahresverbrauch  von  Zigaretten
und  Schaumwein,  dessen  Charakter  als  Lurusgetränk
wohl  unbestreitbar  ist,  sich  auf  ca.  300  Millionen  Mark
beläuft,  wovon  80  Millionen  Mark  auf  Schaumwein
*)  Vergl.  Lissner,  Verbrauchswert  und  Besteuerung  des  Bieres,
Branntweins,  Tabaks  und  Weines  in  Deutschland;  Dezemberheft  1908
der  Zeitschrift  für  Sozialwissenschaft,  Leipzig  1908.
            
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