Full text: Nationale Bodenreform

fenem Kaiser Wil h e l m I. gewidmet hat. Er hat darin 
die hochherzige Botschaft des Kaisers vom 19. November 
1881 und die damit eingeleiteten praktischen Reformmaß- 
regeln der engherzigen, selbstsüchtigen und rücksichtslosen 
Weise gegenübergestellt, in der in den großen Republiken 
die Plutokratie ihr Zepter schwinge. 
S? Aufsätze, Reisen und Vorträge in Deutschland, 
Holland und in der Schweiz hatten ihm inzwischen 
eine Reihe von Freunden zugeführt, von denen ich hier 
den verstorbenen Reichstagabgeordneten Justizrat Dr. 
Ernst Harmening in Jena, die Professoren Wilhelm Fleg- 
ler in Bensheim, Dr. Fr. Staudinger in Darmstadt und 
Max Seiling in Helsingfors, den Schriftsteller Wilhelm 
Emanuel Backhaus in Bremen, den Rentner Moritz 
Müller sen. in Pforzheim, die Fabrikbesitzer J. H. Epstein 
in Frankfurt a. M. und Richard Lehmann in Berlin und 
die Professoren Friedrich Schär und A. Vogt, den Armen- 
kassierer S. Schärz und Landrat Stefan Gschwind als 
schweizerische Freunde nennen wrill. 
Zu meiner Freude hat auch mein verstorbener Oheim 
Dr. François Wille in Mariafeld bei Zürich, der Vater 
des Höchstkommandierenden der schweizerischen Armee, 
des Generals Ulrich Wille, zu den neuen Freunden der 
Sache gezählt. Von Dr. Wille hatte Heinrich Heine einst 
in seinem Wintermärchen gesagt: 
Da war der Wille dessen Gesicht 
ein Stammbuch, worin mit Hieben 
die akademischen Feinde sich 
recht leserlich eingeschrieben. 
Er ist später durch seine Beziehungen zu Richard Wag- 
ner, Liszt, Bülow, C. F. Meyer, Herwegh, Kinkel, Sem- 
per und anderen bekannt geworden, die zum Teil als 
politische Flüchtlinge nach Zürich gekommen waren, und 
hat sich in der Schweiz eines großen Ansehens erfreut. 
6 Freese, Vodenreform 
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