geheuren Reichtümern in Einzelhänden, deren Besißer ihre
Einkommen nicht aufbrauchen. Hierdurch tritt ein infolge der
neue Zinsen tragenden jährlich zurückgelegten Ersparnisse
ständig zunehmender Ausfall im nationalen und interna-
tionalen Güterverbrauch ein, den die verbrauchwilligen und
bedürftigen Volksmassen nicht ergänzen können, weil sie für
einen immer größeren Teil der mit ihrer Arbeit erzeugten
Tauschwerte die ständig zunehmenden Zins- und Grundren-
tentributbeträge aufbringen müssen, deren Empfänger solche
immer weniger zum Einkauf von Verbrauchgütern verwen-
den. Infolgedessen werden die Arbeitgelegenheiten immer
schwieriger zu erlangen, der Kampf darum verschärft sich
immer mehr, und das sonst unbegreifliche Bild der zunehmen-
den Not und Arbeitlosigkeit bei immer schneller steigender
Güterzeugungfähigkeit und also überflußmöglichkeit findet
seine Erklärung.
Als Mittel sind ins Auge gefaßt, V er sta a tl i chung
oder Kom mu n a li si e r ung des Gr u n d und B o d e n s
oder der Grun d rente. Einen ersten, sofort zu verwirk-
lichenden Schritt sieht der Verein in der We g st eu e r un g
des Zuw achs e s d er stä d t i s < en Grun dr enten-
e ink o m m en und zwar in allmählicher friedlicher Durch-
führung (siehe Anhang).
J.
Hauptsiß des Vereins ist Ba d en- B a d e n. Mitglied
des Vereins kann jeder werden, der gesetzlich zur Teilnahme
berechtigt ist und die Satzungen anerkennt. Jedes Mitglied
zahlt ein Eintritt geld nach seinem Ermessen, ferner
einen Ja hr e s b e it r a g von mindestens ein er Mark,
wofür ihm Vereins organ und Jahresbericht unentgelt-
lich zugestellt werden.
In dem Festessen, das sich der Versammlung ansschloß,
gelangte ein Gedicht von Melanie Weiner, einer Dres-
dener Bundesfreundin, zum Vortrag, das diese dem
Bunde gewidmet hatte, und das mit dem Rufe s<loß:
Auf! Kämpft zurück es euch getreu im Bunde,
und euer Streitruf, eure Losung sei,
begeisternd pflanzend sich von Mund zu Munde:
Dem Sohn der Erde gebt die Erde frei!
KH