Full text: Nationale Bodenreform

Er hat mit Genehmigung des Professors Adolph 
Wagner einige Teile seiner Grundlegung abgedruckt, 
worin dieser die bedenklichen Seiten des privaten städti- 
schen Bodeneigentums geschildert hatte (S. 263-281). 
Während unsere Städte sich in Schulden rennen, um die 
Grundrente einzelner Bodenbesitzer durch die gemachten 
Verbesserungen zu erhöhen, werde ihnen bei Annahme 
der Reform der Wertzuwachs selbst zufallen. Die Städte 
würden gesunder, schöner und besser bebaut werden als 
heute (S. 283, 579) : 
„Der heutige wilde Das eins k ampf wird 
zu ein em gemütlichem, zufriedenem arbei- 
t e n." (S. 309, 581.) 
Flürscheims Vorlchläge. 
ie Angaben, die Flürscheim darüber machte, wie die 
§) Reform durchgeführt werden sollte, sind leider recht 
unbestimmt gewesen. Der sicherste Weg zur Durchfüh- 
rung der Reform sei der, ihre große Bedeutung der 
öffentlichen Meinung klarzumachen. Hätten wir das 
fertig gebracht, so brauchten wir uns eigentlich um das 
weitere nicht zu bekümmern. Die menschliche Gesell- 
schaft werde dann selbst um jeden Preis Mittel und Wege 
zu finden wissen, sich von dem sie in den Abgrund ziehen- 
dem Gewichte zu befreien. Darum habe auch der inter- 
nationale Kongreß der Bodenreformer in Paris sich da- 
rauf beschränkt, auf die Ursache der Not und auf das ein- 
zige Rettungmittel hinzuweisen: Die Aufhebung des pri- 
vaten Grundeigentums und seine Aneignung zum Vor- 
teil aller (S. 347, 583). 
Jm Gegensatz zu Henry George ist Flürscheim auch 
in diesem Buche für eine Entschädigung der Grundeigen- 
tümer eingetreten (S. 8350, 583). Henry George hatte in 
England gesagt: 
7% 
gg
	        
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