werk in bemerkenswerter Weise zu erklären versucht.
(Der einzige Rettungsweg S. 59 u. 60).
Ad. Wagner hat Flürscheims Krisentheorie, die dieser
gern als sein ureigenes Geistesprodukt in Anspruch ge-
nommen hat (Frei Land 1892, Nr. 31) in der dritten Auf-
lage seiner Grundlegung II. S. 353 abgelehnt. Ich kann
dem Urteil Wagners aber nicht beipflichten. Nach den
Erfahrungen, die ich als Gewerbetreibender gemacht habe,
verdienen die Ansichten Flürscheims auch in dieser Hin-
sicht Beachtung.
§): entscheidende Unterschied in der Auffassung der
Bodenfrage zwischen Flürscheim und allen anderen
Reformern liegt in der Zi n sfrage. Flürscheim hat
die Grundrente die Mutter des Kapital-
zins es genannt, der mit ihr verschwinden werde.*) Er
wollte den Boden für die Allgemeinheit zurückgewinnen.
Die Befreiung des Bodens war ihm aber nicht Selbst-
zweck. Er sah hinter der Grundrente einen anderen
Feind, den er bekämpfen wollte: den HZinsesz ins. Er
hat in seinem Hauptwerk auf S. 38 die Stelle aus Proud-
hons berühmtem Buch Qu'’est ce aue c'est que la propriété
zitiert, worin dieser berechnet hatte, daß eine Summe von
100 Franken zu 5 v. H. auf Zinseszinsen angelegt, in 600
Jahren eine Summe von nahezu 108 000 Milliarden oder
ein Kapital ergeben würde, das zwanzigmal so groß sei,
wie der Wert des ganzen Erdglobus mit allen beweg-
lichen und unbeweglichen Gütern.
Er sagte, wie deutlich sähen wir es ein halbes Jahr-
hundert, nachhem Proudhon jene prophetischen Worte ge-
schrieben habe, von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr, daß
die Dämonen Zins und Zinseszins sich schneller ver-
mehrten als die Güterproduktion und nach und nach zum
fand qu Fe! § e ra Lichaer Der einzige Rettungsweg S. 106, 569. Deutsch-
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