zum fallen zeigten und wo der überschuß verschwinde, so-
bald die entgegengesetzte Tendenz vorherrsche (S. 139).
Er will das dadurch erreichen, daß alle Waren, die einen
nennenswerten Teil des Umsschlages bilden, tabelliert
werden, wobei ihre Preise mit den Umschlagziffern mul-
tipliziert und damit Durchschnittziffern erzielt würden.
Ein Verfahren, das wir vom Reichsindex her kennen. Ob
es sich als Grundlage für unsere Währung eignen würde,
ist eine andere Frage.
I.! ol f Po hl man (gest. 7. Februar 1920), dessen Zu-
ständigkeit in solchen Fragen anerkannt werden
muß, hat sich in der deutschen Volksstimme zweimal über
diese Vorschläge geäußert. Ihm haben nur zwei ältere
Schriften Flürscheims: „Olue to the economic labyrinth“
und „Die Krankheit des Wirtsschaftkörpers“ vorgelegen,
und er hat gesagt, daß die Gründe, mit denen Flürscheim
den übergang zu reinem Papiergeld befürworte, an sich
ganz unanfechtbar seien. Es sei alles, was Flürscheim
schreibe, sehr interessant und voll geistreicher Gedanken.
Es werde von ihm und anderen Geldreformern nur ganz
übersehen, da ß wir das, was sie erstreben, in
allen Kulturlän dern ja tatsächlich haben.
Sie alle argumentierten, als ob wir noch Goldgeld hätten.
Das sei aber nicht mehr der Fall. Wir hätten wohl
Golö währ ung aber Papier g e l d. Im Augenblick wo
ein Volk durch Gesetz oder übereinkommen ein mit einem
Regierungstempel versehenes Stück Papier als allge-
meines Wertzeichen gelten lasse, sei das Metallgeld ent-
thront.*)
In seinem Buch „Grundbegriffe der Volkswirtschaft“
hat Pohlman diese Auffassung weiter begründet. Geld
sei das geltende, das was in einem Lande als Wertzeichen
gilt, einerlei ob es sich auf Gold, Silber, Nickel oder
) Deutsche Volksstimme 1899, S. 661. 1905, S. 287.
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