Bergwerke“*) und unter irrtümlicher Bezugnahme auf
ihn von Ludwig Eschwege in seiner Abhandlung: „Zum
Kampfe um die deutschen Kohlenschätze“ (Soziale Zeit-
fragen XXI S. 31) verwertet worden.
Daneben ist eine Werbetätigkeit in den Mietervereinen
gegangen. Am 3. Oktober 1890 habe ich in dem großem
Berliner Mieterverein einen Vortrag gehalten und am
81. Januar 1891 bin ich einer Einladung nach Dresden
gefolgt, um im dortigem Mietbewohnerverein zu sprechen.
An der Versammlung haben außer dem Bürgermeister
Bönisch, die Stadträte Schickert, Böttcher, Kunze, Hetschel,
Westlich, der Abgeordnete Grahl und zahlreiche Stadt-
verordnete teilgenommen. Nach einer lebhaften Ver-
handlung, an der sich auch Ottomar Beta, der zufällig an-
wesend war, beteiligt hat, hat die Versammlung sich für
die Erweiterung des Enteignungrechtes der Kommunal-
verwaltungen, für die Verpachtung von kommunalen
Bauländereien an gemeinnützige Baugesellschaften und
für stärkere Besteuerung der unbebauten Bodenflächen
ausgesprochen.
In Frankfurt a. M. ist am 6. November 1890 ein
Ortsverein des Bundes gegründet worden, dem sich nach
einem Vortrage von Flürsscheim sofort 25 Mitglieder an-
geschlossen haben. Unter den Mitgliedern sind als eifrige
Bodenreformer der Gründer der Autonomen Fabrik,
Fabrikbesitzer J. S. Epstein, der schon an der Gründung
des Bundes teilgenommen hatte, ferner Dr. Junghans,
Moritz A. Loeb und Dr. Bresgen hervorgetreten.
m 1. Dezember 1890 hat der Bundesvorstand eine
M!! Flürscheim und mir verfaßte und von Dr. Leo
Arons, Paul Bleyberg, Dr. Kirchhoff, G. E. W. Berg-
mann, Richard Lehmann und mir unterzeichnete Eingabe
U Weh h e §q; Dr. Heinrich: Die Bodenreform im Lichte des humanistischen
ozialismus. S. 119.
100%
147