daß diese Gleichheit erst durch die Bodenreform gesschaffen
werde. Auch dieser Vortrag ist als Broschüre des deutschen
Bundes für Bodenbesitzreform (Berlin 1891) herausgegeben
worden.
nde Dezember 1891 ist unsere Zeitschrift „Frei Land“
[F" Düsseldorf nach Berlin verlegt worden. Stoffers
hat die Redaktion niedergelegt, und Damaschke ist an seine
Stelle getreten. Für die Redaktion verantwortlich zeichneten
abwechselnd die Herren Rechtsanwalt Berg, Marx
Roß und Dr. Borchardt. Ich war als Herausgeber genannt,
und es hat mir Vergnügen gemacht, alsbald den
Besuch eines Beamten der politischen Polizei zu empfangen,
der sich nach meinen Vermögenverhältnissen erkundigte.
Wie er angab, wegen der Einziehung etwa verhängter
Strafen. Der Antrag unseres neuen Redakteurs, unser
Blatt in lateinischen Lettern drucken zu lassen, ist auf
meinen Wunsch abgelehnt worden. Ich bin immer der
Ansicht Georg Christoph Lichtenbergs gewesen, dem ein
deutsches Buch mit lateinischen Buchstaben gedruckt immer
so vorgekommen ist, als wenn er es sich erst übersetzen
müßte. Der Vorstand hat sich meiner Ansicht angeschlossen,
und es ist für unsere Zeitschrift dauernd deutsche
Fraktur beibehalten worden.
Flürscheim hat sich im Vorwort seines letzten Buches:
„Not aus überfluß“ S. 3 darüber beklagt, daß bei der
Verlegung unserer Zeitschrift nach Berlin der Kopftext,
den unser Blatt während des Jahres 1891 getragen hatte,
und den ich auf S. 150 erwähnt habe, durch einen anderen
ersetzt worden ist. Darin wäre noch von der Verderblichkeit
des Privateigentums an Grund und Boden als
eigentlicher Ursache des wirtschaftlichen Notstandes gesprochen
worden, aber nicht von dem, was ihm eine Hauptsache
gewesen sei, der Wirkung auf den Zins, der mit
ihm verschwinde.
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