CQum übrigen hatte Dr. Preuß auch in seiner Streitschrift
Iden Bodenreformern so. viele Zugeständnisse machen
müssen, daß wir zufrieden sein konnten. Er hat auf S.
20 Samter darin Recht gegeben, daß er erklärt hat:
„GEine möglichst hohe Pacht erzielen und die Lage der Ar-
beiter heben wollen, sind unfehlbare Widersprüche."
Er hat mit Adolf Wagner die gesellschaftlichen Zusam-
menhänge für die Wertsteigerung des Bodens anerkannt.
Er hatte auch nichts gegen Adolph Wagners Sat einzu-
wenden, daß das Privateigentum naturgemäß immer ein
durch die Rücksicht auf das gesellschaftliche zusammenleben
mehr oder weniger beschränktes gewesen und im Laufe
der Entwicklung selbst immer mehr geworden sei (S. 82).
Er hat keinen prinzipiellen Einwand gegen beschränkende
Bauordnungen erhoben. Er hat gesagt, daß die B e-
steuerung der Baustellen einer Reform fähig
und bedürftig sei, unterliege keinem Zweifel, und hat so-
gar das verstärkte heranziehen der Grundsteuer zur Dek-
kung kommunaler oder staatlicher Aufwendungen ge-
billigt, die besonders den Grundeigentümern zugute kom-
men (S. 83).
Das war für einen Gegner der Bodenreformer ziem-
lich viel und Betas Ausruf in seinem offenem Briefe:
„er und mit ihm die gesamten deutschen Cobdenklub-Ehren-
mitglieder befinden sich bereits auf dem Rückzuge! —~ Flucht
in voller Auflösung!"
war nicht unbegründet.
Ein kleines Nachspiel zu diesem erstem Gefecht hat es
noch im Herbst 1892 gegeben. Dr. Preuß hatte mir durch
ein Mitglied unseres Vorstandes mitteilen lassen, daß er
bereit sei, mit einem Vertreter unserer Richtung öffent-
lich zu disputieren. Als ich ihm am 27. Oktober 1892
brieflich den Vorschlag machte, die Disputation in der
zweiten Hälfte des Monats November stattfinden zu
182