Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Siebter Abschnitt 
der Zirkulation des gesellschaftlichen Reichtums —, der den Blick 
verwirrt und der Untersuchung sehr verwickelte Aufgaben zu löse” 
gibt. Im dritten Abschnitt des zweiten Buches werde ich die Analys“ 
des wirklichen Zusammenhanges geben. Es wird sich dort zeige»: 
daß A. Smiths auf alle seine Nachfolger vererbtes Dogma die pol 
tische Oekonomie verhindert hat, auch nur den Elementarmechanis 
mus des gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses zu begreifen. 
Es ist das große Verdienst der Physiokraten, in ihrem „Tableat 
6conomique‘“ zum erstenmal den Versuch gemacht zu haben, ei 
Bild der Jahresproduktion zu geben in der Gestalt, in welcher si® 
aus der Zirkulation hervorgeht.®? , 
Es versteht sich übrigens von selbst, daß die politische Oekonomi® 
nicht verfehlt hat, im Interesse der Kapitalistenklasse A. Smiths Sat 
auszubeuten: daß der ganze in Kapital verwandelte Teil des Nett 
produkts von der Arbeiterklasse verzehrt wird. 
3. Teilung des Mehrwertes in Kapital und Revenue. 
Die Abstinenztheorie, 
Im vorigen Kapitel betrachteten wir den Mehrwert, respektiv“ 
das Mehrprodukt, nur als individuellen Konsumtionsfonds des Kap” 
talisten, in diesem Kapitel bisher nur als einen Akkumulation“ 
fonds. Er ist aber weder nur das eine noch das andere, sonder” 
beides zugleich. Ein Teil des Mehrwertes wird vom Kapitaliste? 
als Revenue verzehrt,® ein anderer Teil als Kapital angewandt ode! 
akkumuliert. . 
Die Masse des Mehrwertes gegeben, hängt die Größe de} 
Akkumulation offenbar ab von der Teilung des Mehrwertes m 
32 A, Smith hat in der Darstellung des Reproduktionsprozesses, dahe 
auch der Akkumulation, nach mancher Seite hin nicht nur keine Fortschrifl® 
sondern entschiedene Rückschritte gemacht im Vergleich zu seinen vo f 
gängern, namentlich den Physiokraten. Mit seiner im Text erwähnt!” 
Mlusion hängt die ebenfalls von ihm der politischen Oekonomie vererbi 
wahrhaft fabelhafte Lehre zusammen, daß der Preis der Waren aus Arbei rl 
lohn, Profit (Zins) und Grundrente, also bloß aus Arbeitslohn und MebhrWe, 
zusammengesetzt ist. Von dieser Basis ausgehend, gesteht wenigst® g 
Storch naiv: „Es ist unmöglich, den notwendigen Preis in seine einfachst® 
Elemente aufzulösen.“ (Storch: „Cours d’Economie Politiqgue. Ed. De 
bourg 1815“, vol. I, p. 140 n.) Eine schöne ökonomische Wissenschaft, +0 
es für unmöglich erklärt, den Preis der Waren in seine einfachsten Blemeh 
aufzulösen! Das Nähere hierüber wird man erörtert finden im dritten uch 
schnitte des zweiten und siebten Abschnitte des dritten Buches. [Vgl. % 
„Theorien über den Mehrwert“, Bd. I, S. 164 ff.] chf 
38 Der Leser wird bemerken, daß das Wort Revenue doppelt gobTän a0 
wird, 1. um den Mehrwert als periodisch aus dem Kapital entspring® 
Frucht, 2. um den Teil dieser Frucht zu bezeichnen, der vom Kap 
listen periodisch verzehrt oder zu seinem Konsumtionsfonds geschlagen Wer 
Ich behalte diesen Doppelsinn bei, weil er mit dem Sprachgebrauch 
englischen und französischen Oekonomen harmoniert.
	        
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