wurden. Mietsteigerungen sind außer aus dringenden
Gründen ausgesschlossen. Den Mietern wird ein lebenslängliches
Mietrecht gewährt, während sie bei Veränderungen
in ihrem Erwerbe die Wohnungen zu jedem Umzugtermin
kündigen können. Für großstädtische Verhältnisse
seien das vortreffliche Einrichtungen. Es fehle
bei uns nur eine größere Verbreitung dieser Vereine.
D! Wirkung beider Vorträge ist allzusehr durch die
Besorgnisse beeinträchtigt worden, mit der die Bundesmitglieder
dem nächstem Punkt der Tagesordnung
entgegensahen: der Aussprache über unsere Taktik,
über die Adolf Damaschke und Dr. Leo Arons zu berichten
hatten. Von der Entscheidung darüber hing das
fernere gedeihen und vielleicht das bestehen des Bundes
ab.
Damaschke wies als ersster Redner die von Dr. Arons
im Bundesorgan und in den Mitgliederversammlungen
erhobenen Vorwürfe zurück. In Sachen der mexikanischen
Kolonie Si n a l o a träfe den Bund überhaupt keine
Schuld, weil er sich für dieses unternehmen in keiner
Weise verpflichtet habe. Die Bauhandwerkerfrage habe
bis zu einem gewissem Grade die Kräfte des Bundes beansprucht.
Bei der großen Bedeutung dieser gerechten Sache,
die unserem Bunde in weiten Kreisen einen geachteten
fewer verschafft habe, sei dieser Fehler aber milde zu
urteilen.
Ich habe mich bei dieser Entschuldigung nicht beruhi-9en
können, weil ich in unserem eintreten für die Handwerker
durchaus nichts fehlerhaftes finden konnte und
dafür auch kein mildes Urteil nachzusuchen hatte. Das
aleiche galt für unsere Beteiligung am Berliner Sparund
Bauverein, die uns auch vorgeworfen worden war.
Damaschke hat mit Recht geltend gemacht, daß die Beteiligung
an diesem Verein den Mitgliedern zwar empfoh-9007