mehrbarkeit, der stetige Bevölkerungzuwachs und die
immer höher werdende Fähigkeit des Menschen zur
besseren Ausnutzung der Naturkräfte verursachten ein
dauerndes steigen der Grundrente. Die Vorteile der
steigenden Grundrente müßten der Allgemeinheit zu-
fallen. Das Monopol des Sondereigentums an Grund
und Boden müsse beseitigt werden. Die Bodenbesitzre-
form sei kein Staatssozialismus, wie man zuweilen höre,
aber sie sei ein Sozialismus, mit dem man Staat
machen könne.
f: den Fortgang der Bewegung ist das vorgehen von
Dr. Arons und seinen Freunden, das nur aus einem
Mangel an Augenmaß oder aus sozialdemokratischer Zer-
störungssucht erklärt werden konnte, sehr nachteilig ge-
wesen. Es war klar, daß ich nach einer so verletzenden
Behandlung nicht mehr mit gleichem Eifer für einen Ver-
ft eintreten konnte, in dem dergleichen vorgekommen
ar.
Ein wesentlicher Teil der Absichten des Bundes, der
die Mitglieder aller Parteien zu friedlichen Reformen
zusammenfassen wollte, war durch das vorgehen der so-
staldemokratischen Mitglieder, die geschlossen gegen die
Bundesleitung gestimmt hatten, unausführbar gewor-
den. Adolph Wagner hatte mir einmal gesagt: „Sie
wollen die Verhältnisse ändern, Sie können aber nicht die
Menschen ändern.“ Das Wort war leider allzuwahr ge-
wejcy. Ich hätte mich schon damals zurückgezogen, wenn
< nicht die Gewißheit gehabt hätte, damit der Sache
einen weiteren Schaden zuzufügen.
Von den Sozialdemokraten war Dr. Bruno Borchardt
schon vor der Hauptversammlung ausgetreten. Der so-
zialdemokratische Arzt Dr. Albert Freudenberg und Dr.
Arons haben im Zuli und im Oktober 1893 ihren Aus-
tritt in Briefen erklärt, worin sie sich darüber beklagten,
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