gerottet werden. Seine Ursache sei der Grundstückwucher.
Dieser müsse durch eine durchgreifende Bodenbesitzresorm
beseitigt werden.
Carl Jentss< schrieb über unsere Seeger Versamm-
lung: „Daß wir das Ziel dieses Bundes, die Bodenver-
staatlichung für utopisch halten, hindert uns nicht, diese
Wirksamkeit als höchst verdienstlich anzuerkennen, denn
jenes Ziel schwebt ihm nur als sehr entferntes Zukunfst-
bild vor, in der Gegenwart unterstützt er kräftig ganz
praktische und höchst notwendige Bestrebungen; er wirkt
für die Sicherung der Ansprüche der Bauhandwerker, für
gute städtische Bauordnungen, für eine Reform des
Grundschuldenwessens, für ein Wasserrecht, das der
drohenden Okkupation der Wasserkräfte durch das Groß-
kapital vorbeugen soll usw.“%*)
YM das an die Gewerbedeputation des Berliner Ma-
gistrats gerichtete Gesuch vom 26. Juni 1894, an alle
selbständigen Bauhandwerker und an alle am Bauwesen
beteiligten Lieferanten Fragebogen zu versenden, um die
vom Jusgstizminisster verlangten Angaben zu erlangen,
habe ich zunächst gar keinen und nach einer Erinnerung
vom 25. August 1894, nach weiteren fünf Monaten, am
16. Januar 1895 einen ablehnenden Bescheid erhalten.
Man meinte, daß man nicht die Möglichkeit habe, einiger-
maßen vollständiges und brauchbares Material zu be-
schaffen. Erhebungen, wie sie dafür nötig seien, könnten
nur mit den Mitteln der Staatsbehörden durchgeführt
werden. Das ist denn auch im Jahr 1912 geschehen und
das Ergebnis hat unsere Behauptungen bestätigt. Mehr
als fraglich dürfte aber sein, ob das was das Königliche
Statistische Landesamt in Berlin durch Umfragen und
Ermittelungen festgestellt hat, nicht ebenso gut 18 Jahre
*) Grenzboten 1894. Das Eigentum.
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