die beiden Zeitungen als wirksame Mittel zur Erörte-
rung der Bodenfrage zur Verfügung gestellt werden.
9] hs Damaschke hat in seinen Erinnerungen erzählt,
daß er lange geschwankt habe, ob er das Anerbieten
annehmen sollte. Auf der einen Seite hätten viele Nach-
teile und auf der anderen Seite nur das Wort „Boden-
reform“ vor ihm gestanden.*)
Für uns lag die Sache ganz ähnlich. Es war uns
klar, daß, wenn Damaschke nach Kiel ging, unser Bun-
desorgan „Frei Land“ nicht weiter bestehen konnte. Auch
die Bundesgeschäfte waren schwer weiter zu führen. Die
Aufgabe der selbständigen Existenz unseres Vereins und
der Eintritt in einen anderen, der sich neben den Auf-
gaben, die uns am Herzen lagen, noch andere gestellt
hatte, legten uns ein schweres Opfer auf. Auf der Seite
der Gründe, die für die Annahme der Vorschläge sprachen,
die uns gemacht worden waren, stand auch bei uns nur
ein Wort, das alle Opfer aufwiegen sollte: Die täglich
erscheinende Zeitung mit 10 000 Abonnenten, die unserem
Bunde zur Verfügung gestellt werden sollte.
Es blieb uns aber keine Wahl, und eine Umfrage, die
ich an die Mitglieder des Vorstandes gerichtet habe, ergab
eine einhellige Zustimmung zu der geplanten Vereini-
gung. Auch Michael Flürscheim war damit einverstan-
den. Nur Dr. Heinrich Wehberg, der dem Vorstande nicht
angehörte, aber die Anfrage erhalten hatte, hatte sich gegen
den Vorschlag ausgesprochen. In einem bemerkenswer-
tem Brief, den Flürscheim aus Brighton in England an
mich gerichtet hatte, und den ich in der lezten Nummer
von „Frei Land“ am 30. September 1896 veröffentlicht
habe, hat er einen Blick auf den zwölfjährigen Zeitraum
seit dem auftreten der Bodenreformer geworfen. Es ist
Ty q Tritte Vttsstme 1908 E,580. —, Fot Friregen seht XXIX E. 1
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