Dann sei der Bund an die Frage des Schutzes der
Bauhandwerker herangetreten, und diese Tätigkeit
werde immer Anerkennung finden. Die Denkschriften,
die der Bund in dieser Frage ausgearbeitet habe, seien
von allen Seiten als wertvolle Grundlagen für eine gesetzliche
Änderung anerkannt worden. Die Versammlung,
die der Bund nach dem Selbstmorde des Malermeisters
Seeger am 21. Juli 1894 veranstaltet habe, sei
die gewaltigste Versammlung gewesen, auf die Berlin seit
langer Zeit zurückblicken könnte. Die Erregung jenes
Tages zittere noch heute in den Herzen der Bauhandwerker
nach und habe dem Bunde tausende von Freunden
und Anhängern gewonnen. An dem aufblühen des
Berliner Spar- und Bauvereins, der das gemeinschaftliche
Eigentum auf seine Fahnen geschrieben habe, und
inzwischen mehr als 1000 Genossen zählte, sei der Bund
wesentlich beteiligt. Im Vorstande und Aufsichtrat seien
unsere Mitglieder tätig.
Seit jener Zeit sei eine Pause in der Tätigkeit des
Bundes eingetreten. Es habe das zumeist an äußeren
Umsständen gelegen. Die Last der Arbeit sei für die kleine
Zahl der Vereinsmitglieder zu groß geworden. In wichtigen
Fragen, wie dem Kommunalabgabengesetz habe der
Bund keine Tätigkeit entfalten können, so wünschenswert
dies bei der großen sozialen Bedeutung dieses Gesetzes
gewesen wäre. Dagegen habe er in der brennend gewordenen
Frage der Verwertung der Staatsländereien in
den deutschen K o lo n i e n nachdrücklich Stellung genommen
und habe die Freude gehabt, daß die Aufsätze und
Eingaben von Pastor Zollmann, Damaschke und mir
schließlich Beachtung an den entscheidenden Stellen gefunden
haben.
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