Jahr Mk. 18300,52 betragen. Es war noch ein Kassenbe-
stand von Mk. 490,92 vorhanden. Es folgte ein kurzer
Bericht über die Kolonial fr a g e, den Ludwig Es ch -
wege übernommen hatte. Es wurde beschlossen, einen
offenen Brief an Major v. Wißmann und Major Leut-
wein zu verfassen, um ihnen unsere große Freude über
die Einführung der Erbpacht in den Kolonien auszu-
sprechen. Der Vortragende legte einen von ihm ausge-
arbeiteten Entwurf vor, der einer Kommission überwie-
sen wurde.
Dann kam der Antxag des Vorstandes, unsere Zeit-
schrift am 1. Oktober 1896 eingehen zu lassen und eine
Vereinigung des Bundes mit dem Deutschem Volksbunde
herbeizuführen. Es war eine schmerzliche Aufgabe, die
ich erfüllen mußte. Ich konnte nur sagen, daß mir das
aufgeben des selbständigen Bundes und seiner Zeitschrift
nicht leicht werde. Es sei aber keine Auflösung, kein
Tod, sondern ein Wiederauferstehen in besserer Form.
OQun der nun folgenden Besprechung ist, wie Ludwig
ÖEschwege in einem Bericht in den Kieler Neuesten
Nachrichten vom 25 Oktober 1896 und in der Deutschen
Volksstimme 1896 No. 17 hervorgehoben hat, mit großer
Kraft die ganze Liebe und Anhänglichkeit hervorgetreten,
die jeder Genosse dem Bunde entgegengebracht hatte. Alle
Redner sahen ein, daß nicht in der bisherigen Weise fort
gearbeitet werden könne. Trotzdem kämpfte jeder gegen
den unfaßbaren Gedanken, daß das Band, das die deut-
schen Bodenbesitzreformer und insbesondere die Berliner
Gesinnunggenossen zusammen gehalten hatte, gelockert
werden sollte.
Darüber, daß nach dem Rücktritt Damaschkes Frei
Land eingehen müßte, herrschte kein Zweifel. Wenn auch
genügend geistige Kraft in unseren Reihen vorhanden
sei, so dürfe sich kaum jemand finden, der seine Zeit und
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