Full text: Nationale Bodenreform

Dann sprach Adolf Damaschke über die Grund- und 
Bodenfrage in der nationalsozialen Partei. Er führte 
aus, daß der Bund für Bodenbesitzreform als solcher nicht 
nationalsozial werden solle, wenn er auch naturgemäß 
dieser jungen Bewegung das größte Interesse entgegen- 
bringen werde. Die nationalsoziale Partei habe von allen 
deutschen Parteien als erste die Bodenreform als Kern in 
ihr ssozialpolitisches Programm aufgenommen. Der 
Bund werde auch in Zukunft der neutrale Boden sein 
müssen, auf dem sich Männer aller Parteien zusammen- 
finden sollten. Er könne mit einer Schmiede verglichen 
werden, in der es allein darauf ankomme, Waffen gegen 
Not und Ausbeutung gut und scharf zu schmieden. Der 
Bund wolle den ehrlichen Sozialreformern in allen Par- 
teien dienen, selbst aber niemals politische Partei wer- 
den. Diese Ansichten haben allgemeine Zustimmung ge- 
funden. 
Nach dem Kasssssenberichte, der von unserem Schatz- 
meister Carl Wedemeyer erstattet worden ist, hatten die 
Ausgaben in der Zeit bis zum 830. März 1898 1506,62 Mk. 
betragen. Als Kassenbestand waren 350,90 Mk. vorhan- 
den. Die 1200 Mk., die Dr. Friedländer uns gestiftet 
hatte, waren inzwischen im Sinne des Gebers verwendet 
worden. Auch diese Angelegenheit, die uns eine zeitlang 
viele Sorgen gemacht hatte, war erledigt. Im Namen der 
Revisoren hat unser altes treues Mitglied Paul Knopp 
die Entlastung beantragt. Ich habe dem Kassenführer 
herzlich für seine unermüdliche Arbeit gedankt, der haupt- 
sächlich die geordnete Finanzlage des Bundes zu ver- 
danken war. 
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