Full text: Nationale Bodenreform

Das Programm von 1898. 
(F. sollte nun eine wichtige Frage zur Entscheidung 
kommen: Die Änderung des Programms, desssen Ge- 
staltung den Bund seit seinem bestehen jetzt zum fünf- 
temmal beschäftigen sollte. Der Vorstand hatte im De- 
zember 1897 beschlossen, in der nächsten Zeit eine Haupt- 
versammlung einzuberufen, in der unser Programm 
einer gründlichen Prüfung unterzogen werden ssollte. 
Rechtsanwalt B erg hatte es übernommen, einen Ent- 
wurf vorzulegen. Er hatte auch in der Deutschen Volks- 
stimme einen Entwurf bekannt gegeben, worin neben den 
alten Programmpunkten eine Reihe von neuen Forde- 
rungen aufgestellt worden war. Adolf Damaschke und 
Dr. Wehberg hatten auch Entwürfe veröffentlicht. 
Rechtsanwalt Berg hat in seinem Vortrage die Aus- 
gestaltung des Deutschen Bundes für Bodenbesitzreform 
zu einem: Allgemeinem Deutschem Wirtschaftreform- 
Bund befürwortet, der eine Sammelstelle für alle sozial- 
reformerischen Bestrebungen darstellen sollte. An diesen 
Bericht hat sich eine Aussprache angeschlossen, an der Dr. 
Harmening und Rentner Adolf Pohlman-Hohenaspe, 
einer unserer neuen nationalsozialen Freunde, ferner 
Beta, Dr. Silbermann, Professor Dr. Oertmann, Da- 
maschke, Paul Knopp, Rechtsanwalt Eschenbach und an- 
dere teilgenommen haben. 
Dr. Harmening hat sich gegen jede Änderung des ß 1 
ausgesprochen. Er hat verlangt, daß erst der Nachweis er- 
bracht werden müsse, daß die alte Fassung Irrtümer ent- 
halte oder sonst nicht mehr genüge. Der Bund solle keine 
parteipolitische Vereinigung, sondern eine Kampforgani- 
sation bilden, die ihre Grenzen scharf zu ziehen habe. Die 
Aufhebung des privaten Eigentums an Grund und Bo- 
den müsse den Kern der Bodenreform Bestrebungen bil- 
den. Nach seiner Auffassung sei Eigentum das Recht des 
Gebrauchs und des Mißbrauchs. Wir wollten ein der- 
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