selbst geschädigt und etwas schädlicheres als die überführung
des Realkredits in die öffentliche Hand könne überhaupt
nicht ausgedacht werden. Er hat seine Betrachtungen
mit der Voraussage gesschlossen, daß das neue Programm
irgend eine Zugkraft im Volke und in der Wählerschaft
noch weniger gewinnen könne als das bisherige
Programm der Bodenbesitzreformer und Nationalsozialen.
– Wie wenig diese Prophezeiungen in Erfüllung
gegangen sind, brauche ich hier nicht auseinanderzusetzen.
r): Vorgänge in der 9. Hauptversammlung des Bundes
haben später zu Darstellungen Anlaß gegeben,
die dem wirklichem Verlauf nicht entsprochen haben. Der
verdienstvolle Verfasser der bodenreformerischen Landordnung
von Kiautsschou, Geheimrat Dr. W. Schrameier,
der sich der Bewegung erst zehn Jahre später angeschlossen
hatte, hat die Ansicht ausgesprochen, daß die
praktische Bodenreform Bewegung erst mit der Wahl Damaschkes
zum Vorsißenden im Jahre 1898 begonnen habe.
Der Bund sei bis dahin ein schemenhafter Debattierklub
gewesen, der erst von meinem Nachfolger zu einer Vereinigung
mit erreichbaren Zielen und aus einer hadernden
Sekte sich mit humanitären Problemen iütberbietender
Phantasten (!) zu einem lebensfähigem Bunde arbeitfreudiger
Männer gemacht worden sei.*)
Ich weiß nicht, aus welchen Quellen er diese Angaben
geschöpft hatte, die durch den Inhalt der vor 1898 erschienenen
Jahrgänge der Bundeszeitschrift wiederlegt
werden. Ich habe dieser Darstellung schon in der ersten
Auflage widersprechen müssen und ich kann mich für die
acht Jahre, in denen ich an der Spitze des Bundes gestanden
habe, auf das Zeugnis meines Nachfolgers Dama
sc< k e berufen. Dieser hat in einem Aufsatz, den er
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