besitzer nehme das weg, was der Ges am th eit dienen
könnte.
Qn den nächsten Jahren sind von mir im Jahrbuch
F einige Abhandlungen über das Gesetz zur Sicherung
der Bauforderungen, dem ich den Namen Ba upf an d-
g e s e ß gegeben habe, veröffentlicht worden.*) Zur Aus-
führung ist das Gesetz noch immer nicht gekommen, 32
Jahre nach der Seeger Versammlung und 34 Jahre nach
dem Empfang der Deputation durch Dr. Bosse! Man kann
daraus ersehen, mit welchen Widerständen gerechnet wer-
den muß, wenn greifbare Fortschritte auf dem Gebiete
des Bodenrechts errungen werden sollen. Ebenso, wie
töricht die Meinung derer ist, die glauben, daß tiefgrei-
fende Änderungen, wie sie die Bodenreformer seit einem
Menschenalter erstreben, durch einige Vorträge und Ver-
einsbeschlüsse herbei geführt werden könnten.
Dürsfeldorf und Gotha.
Quüun den Hauptversammlungen des Bundes deutscher
Ih Bodenreformer habe ich dann noch zweimal teilneh-
men können. Zuersst im Jahr 1906 an der 16. Hauptver-
sammlung in Düsseldorf, wo ich unsern alten Freund
Gottfried Stoffers wiedersehen durfte. Ich habe dort am
21. Oktober einen Vortrag über Ba u g e w e r b e und
B o d enfrage gehalten, den man im Heft 31 der Sozi-
alen Zeitfragen findet.
In dieser Hauptversammlung hat der Oberbürger-
meister von Ulm, Heinrich von Wa g n e x, einen Vortrag
über die Praxis einer bod enreformerisc<en
Stadtverwaltung gehalten. Er hat erzählt, wie
es ihm gelungen ist, den im Laufe des letzten Jahrhun-
*) Jahrbuch der Bodenreform 1907 S. 1, 1909 S. 264, 1914 S. 231.
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