Full text : Nationale Bodenreform

lin in der fünften Jahresversammlung des selben Vereins
 über die Komm unalsteuerfrag e gehalten
hat. Seine Trennung der Volkswirtschaft in Gemeinschaft
 und Privatwirtschaft, sein Hinweis auf die „kommunisstische“
 Entwicklung, die wir in der übertragung
von Gasansstalten, Wasserwerken, Pferdebahnen auf die
Kommune hätten, seine abfälligen Urteile über die Freihandelschule,
 vor allem aber sein Vorschlag, eine Besteuerung
 des vom Eigentümer nicht durch eigene Leistungen
 verdienten Wert zu w a < s e s des Grund- und Gebäudeeigentums
 durchzuführen (Verhandlungen 1877, S.
16 und 25) haben starken Widerspruch erregt. Seine Behauptung,
 daß dieser zufällige Gewinn eigentlich der Gemeinschaft
 gehöre, die ihn durch die Gesamtentwicklung
der Stadt zuwege gebracht habe, und ihr wenigstens teilweise
 durch Steuern übertragen werden müsse (S. 19),
und sein Ausspruch, daß wir auf keinem Gebiete selbst
radikalen Forderungen der Sozialdemokratie so weit entgegenkommen
 könnten als auf dem Gebiete der Steuern
(S. 21), haben ihm damals heftige Angriffe eingetragen.
Der nationalliberale Reichstagabgeordnete Justizrat
Dr. Karl Braun = eine Berühmtheit der 70er Fahre –
hat damals gesagt, daß die Wagnersschen Leitsätze nach den
Worten eines Kirchenvaters verissima mixta falsissimis
enthielten, d. h. unzweifelhafte Wahrheiten gemischt mit
unzweifelhaften Irrtümern. Er lehnte jedes Entgegenkommen
 gegen Sozialismus und Kommunismus ab.
Entweder sei das bisherige wirtschaftliche System das
richtige, dann wolle er keinen Kommunismus oder der
Kommunismus habe Recht, dann solle er das wirtschaftliche
 System in Trümmer sc<hlagen, daß auch nicht das
geringste übrig bleibe, folgend dem großem Grundsatz:
Alles was besteht, ist wert, daß es zugrunde geht! (S. 93).
Dr. Braun war einige Jahre vorher, wie ihm Wagner
trotz seines Widerspruchs nachweisen konnte, in der Vier-1

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