C. Bewegliche Tische usw. auf dem Markt.
(„stantes in foro“.)
Bezeichnung
Jahr | Block
Zahl der
Zinzel-
Juden
Beruf der Mieter
Bemerkungen
nensae
12911) | forum
12091
Altkleiderhändler
kr
»1
1316: cum antiquis vestibus et vela-
minibus
1316: cum ollis, Zusatz: et caldariis
apud libram. So auch in Hss. 330 u.
340
cum butiro
zum pultibus
0o0ca
13
Grapengießer
291
Butterhöker
3Zrützmacher
Leinwandweber
291
901
{338 geschieden: inscidentes pannum
lineum und inscidentes vestes
Jineas. Zusatz bei letzteren: bracas,
camisias et caligas lineas
291
Stockfischhändler
Obsthändler
291
316
Beutler und Riemenschneider
Jursifices et corrigiarli zahlen jährlich
2 m. „simul etsemel“, Letzte Zah-
lung: 1349
Äbularii dant 1 m. annuatim
Jede boda zahlt 24 ß
Schnallenmacher
yodae olerum | 1316 , Grünhöker
1) Quelle: Eingelegtes, unveröffentlichtes Blatt im ältesten Kämmereiheft, f. 23.
nensae
316
'orum
Altflicker
Händler mit altem Pelzwerk
Jesgl. mit gesalzenen Fischen und
Heringen
Oltmakenie, Jede mensa zahlt 4 ß
»]
„]
316
338
Zahlen seit 1335. — 1338 zahlt jeder
4 ß. Gesamteinnahme: 11 m. 8 ß
vel circa (— 1387)
316
Schachtschneider?)
Glaser
Yaardeckenmacher
cum scutellis
cum vitris
zum harlaken
Jeder zahlt 1 ß
316
9rum
Höker mit: Hühnern, Eiern, Quark,
Käse, Gänsen
Bettdeckenmacher
333?)
salunmakere: zahlen seit 1333
V/ermutungszahl
der ohne Zahl
Aufgeführten
Gesamtzahl
3 150
I 0a. 3001
1) „cum scutellis‘‘; Holzschüsseln (scultellae; scutellae) wurden von den Schachtschneidern (hastifices; qui faciunt hastas) ange-
jertigt, Berufsverwandten der Drechsler (tornatores: L. U.B. II, S. 768, 1345). Die Holzschüsseln scheinen aber der wichtigste
Marktartikel der hastifices gewesen zu sein; deshalb werden sie mit der Bezeichnung: „cum scutellis““ zunächst aufgeführt. Erst in
As, 339 (1338) tritt der Zusatz: „et hastis‘“ auf. Außer Holzschüsseln und Lampenschäften stellten sie noch vasa, „vate‘“ her;
ılles andere fiel den Drechslern zu, Damit ergibt sich zugleich eine befriedigende Erklärung für die seit 1345 für den Block I auf-
;retende Bezeichnung: „scutellarum bodae‘“, Schon 1298 erwarb der lepelsnidere Hinrich Scacht Bude I, 231 A; 1303 begegnet
ar als Hinrich Lepelere dictus Schacht (0.St.B. I, 301, 3 und 398, 9); er stellte offenbar Holzlöffel, wohl auch Holzschüsseln her
ınd verkaufte sie. 1304 verkaufte er die Bude, 1354 tritt der hastifex, schachtsnyder, Gerhard von Hildesheim als Käufer der
3Zude auf, nachdem sie im selben Jahre der hastifex Hinrich von Hildesheim durch Zwangsverkauf verloren hatte, Also in 1231 A
yurden zu der Zeit, da zum ersten Male bei Block I die Bezeichnung Schüsselbuden auftaucht, wirklich Holzschüsseln verkauft. —
in den Nachbarbuden 231 B und 232 C sind seit 1372 bezw. 1358 tornatores, Berufsverwandte der hastifices, nachweisbar. Die
Zuden 232 A und B waren dagegen in den Händen von Eisenhändlern (stalmenger). Als „Schüsselbude‘“ im technischen
—_
=
DS
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