Full text: Nationale Bodenreform

behalten und nur auf dem Wege der Verpachtung an gemein- 
tttise Baugesellschaften und private Baulustige gelangen zu 
Gehorsamst 
Der Vorstand 
des deutschen Bundes für Bodenbesitzreform. 
Im Auftrage: 
Heinrich Fr e e s e, Fabrikbesißzer. Dr. Leo A r o n s, Privatdozent. 
Paul Bl eyber g, Fabrikbesizer. Dr. Rich. K i r ch h o f f, Che- 
miker. G. C. W. Be r g m a n n, Kauf. Rich. L e h m a n n, Fabrikant. 
2. Heranziehung cer Anlieger 
zu den Kolten von öffentlichen Anlagen. 
B e r l i n SO., den 6. April 1891. 
An den Magistrat zu Berlin. 
Petition betreffend die Heranziehung 
der Adjazenten zu den Kosten der öffentlichen Anlagen.*) 
T): unterzeichnete Vorstand des Deutschen Bundes für Boden- 
besitzreform erlaubt sich, einen verehrlichen Magistrat der 
Stadt Berlin auf folgende große Mißstände aufmerksam zu machen, 
deren Abhilfe eine dringende Notwendigkeit sein dürfte. 
Es ist allgemein Gebrauch, daß die Kosten für gewisse städtische 
Maßnahmen, deren erste Wirkung in einer Werterhöhung des um- 
liegenden Grundeigentums besteht, nicht von den betreffenden 
Grundeigentümern im Verhältnis der ihnen zufallenden Wert- 
erhöhungen getragen werden, sondern von der Gesamtbürgerschaft, 
troßdem der weitaus größte Teil derselben nicht den geringsten 
Vorteil von den in Rede stehenden Maßnahmen genießt, welche in 
sanitärer, verschönernder, verkehrserleichternder u. s. w. Beziehung 
getroffen werden. 
Als z. B. der Dönhoffsplat von seinem Markte befreit wurde, 
oder wenn jetzt das Terrain des Lütowplatzes gekauft wird, um 
dasselbe zur Anlage eines öffentlichen Plates zu verwenden, so 
werden durch solche Besserungen der Gesamtheit der sstädtischen 
M yy) geitschrift Frei Land 1891 Nr. 15. 
J 
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