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muß gegebenenfalls dem Eingange durch Einstellung des Unterschie-
des angeglichen werden. Nun sind nicht sämtliche Waren verwertet,
somit auch nicht die auf die letzteren entfallende kaufmännische Ar-
beit; diese muß daher aus den Beständen bzw. dem Gesamtbestande
errechnet und in den Eingang des Skontros der kaufmännischen Ar-
beit gesetzt werden: Nicht verwertete Arbeit (beispielsweise)
M. 11 000.— und diese kommen als vorzutragende kaufmännische
Arbeit in den Ausgang. Sie bilden ein selbständiges Bilanzaktivum
neben dem Aktivum Waren, das in diesem Falle keine Arbeit ein-
schließt. Im Beispiel M. 75 000.—.
Eingang Skontro der kaufmännischen Arbeit Ausgang
Gesamtleistungen M. 33.000.— KalkulatorischeVerteilung M. 30.000.—
Nicht verwertete Arbeit 8.250.-— Kalkulationsunterschied 3.000.—
Vorzutragende Arbeit 8.250.—
Soll Konto der kaufmännischen Arbeit Haben
ı An Verschiedene M. 33.000.— | Von Ertragskonto M. 24.750. —
Von Bilanzkonto 8.250.— |
Soll Konto der Waren Haben
Einkauf einschließlich Verkauf M. 275.000.—
Bezugsspesen M. 300.000.— Von Bilanzkonto 75.000.—
! An Ertragskonto 50.000.-—
Soll Ertragskonto Haben
An Konto der kaufmänni- Von Konto der Waren ... M. 50.000.—
schen Arbeit M. 24.750.—
ı An Kapital-(Verfügungs-)
ı Konto 25.250.— .
In den Beispielen ist angenommen, es seien drei Viertel der an-
geschafften Ware verkauft worden.
Wer die Arbeit nicht als Kapitalwert behandeln will, weder in
der Form des vollen Werbungswertes der auszusondernden Be-
stände, noch als selbständigen Bilanzposten, der muß die Waren
zum Anschaffungspreis (einschließlich Bezugsspesen) aussondern
und die ganze Arbeit dem Abschlußjahr aufbürden, womit er den
Ertrag desselben schmälert.
Soll Ertragskonto Haben
ı An Konto der kaufmänni- Von Warenkonto M. 50.000.—
schen Arbeit M. 33.000:-—
ı An Kapital-(Verfügungs-)
‚Konto 17.000.--—
Dieses Verfahren belastet die ganze Arbeit dem Verkauf,
nicht dem Kauf, was dem Grundsatz widerspricht, daß die Arbeit ein
Werbungswert und zwar ein dem Werbungswert Sache anhangen-