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den Erfolgskonten hauptsächlich um das Konto der Geschäftsaufwandwerte,
das „Unkostenkonto“ der gebräuchlichen Ausdrucksweise.
Die Ausgaben aus Aufwandsgeschäften werden also als Verluste
aufgefaßt. Schon die Mehrzahl erregt Bedenken. Der Kaufmann
arbeitete demnach laufend mit Verlusten in der Weise, daß er
wohlüberlegte, von dem gewollten Ergebnis begleitete Geschäfte
macht! Da die Schulmeinung den persönlichen Begriff der aus dem
Geschäft hervorgehenden Leistung nicht hat, also auch nicht den des
Leistungsgegenstandes als eines Wertes, der auch Arbeit sein kann,
so muß sie allerdings die Arbeit als Verlust ansehen. Verlust ergibt
sich aber erst aus der Vergleichung gegensätzlicher Geschäfte. Daß
der Kaufmann Geld ausgibt, ohne eine Sache dafür in Besitz zu bekommen,
begründet nicht den Verlust. Dann sollte man gleich den
Schritt weiter machen, alle Ausgaben als Verluste, alle Einnahmen
als Gewinne aufzufassen. Auch die 10000 Mark, die der
Kaufmann für die Ware ausgab, kann er solange als verloren betrachten,
als er die Ware nicht wieder in Geld umsetzte oder bei der
Bilanz diese Umsetzung unterstellte, und ebenso das eingenommene
oder als eingenommen unterstellte Geld als gewonnen. Es ergäbe
sich damit eine Scheidung in die Konten des Geldes, des Zahlungsverkehrs
überhaupt und in die Konten des Handelsverkehrs. Bei
den ersteren wäre Soll gleich Einnahme, Haben gleich Ausgabe; bei
den letzteren wäre Soll gleich Verlust, Haben gleich Gewinn. Diese
Scheidung, nicht ihre Entstehung und Begründung, käme der in
dieser Arbeit durchgeführten Trennung der Eigenkonten in Konten
der Zahlungswerte und Konten der Handelswerte einigermaßen
nahe. Fahren wir fort: Es kann der Begriff Erfolg nicht erschöpft
sein durch den lediglich negativen Erfolg der Verluste in Form der
Unkosten. Wie kommt der positive Erfolg, die Gewinne aus dem
Verkauf von Waren, zur Geltung? Gibt es auch hierfür Erfolgskonten?
Die Antwort lautet: nein. Würden die Verwertungsgeschäfte
durch die Buchhaltung kontenmäßig zerlegt nach Anschaffungspreis,
Unkosten und Gewinn, dann würde der Gegensatz der
Bestand- und Erfolgkonten immerhin zu einer systematischen Bedeutung
kommen. Die Bestandkonten wären dann richtige Bestand-,
nicht -Konten, aber Bestandeinkaufswertnachweisungen, und der
Saldo des Kontos der Ware A z. B. würde sagen, was der Vorrat an
A zu kaufen gekostet hat. Was die verkauften Waren A über den
Gestehungspreis gebracht haben, das würde man aus einem Warenkonto
A Erfolg- oder aus einem allgemeinen Warenerfolgskonto
ersehen, und die gesamten Erfolgskonten positiven und negativen
Sinnes würden, auf einem Konto vereinigt, den gesamten Erfolg-Reinertrag
in einer bestimmten Zeit nachweisen. Erst dieses Konto
verdiente eigentlich den Namen Erfolgskonto. Da aber, wie wir
wissen, die zu einer Solchen Kontenbildung notwendige Zerlegung
der Verkaufsgeschäfte nicht stattfindet, so können Bestand und Erfolg
nicht getrennt werden, und es bleiben die eigentlichen Erfolge,
die Gewinne durch Mehrerlös, die Verluste durch Mindererlös für