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Soll Kassakonto Haben
An Aktionäre- Von Baukonto M. 1.100.000
Einzahlungskonto M. 1.000.000
„ Reservekapitalkonto 200.000
Soll Baukonto Haben
| An: Kassakonto M. 1.100.000 |
_ Diese Buchungsweise geht davon aus, daß die Bahn das wert
sei, was tatsächlich in sie gesteckt worden ist, nämlich 1.100.000
Mark, wobei es einerlei ist, ob der Bau lediglich aus der Einlage der
Aktionäre bestritten wurde oder mit Hilfe eines Zuschusses, und daß
das Kapital des Unternehmens daher 1.100.000 Mark. und 100.000
Mark Bar == 1.200.000 Mark sei. Die Zweckrücklage ist in dem
Bahnbau angelegt. Der Bildung der gesetzlichen Reserve aus dem
Reingewinn steht das Reservekapital nicht im Wege. Schlösse das
erste Geschäftsjahr ‚mit einem. Verlust, so würde insoweit das
Reservekapital aufgezehrt. Eine andere Auffassung führt zu folgen-
den Buchungen. Grundbuchung: Kassakonto an Bauzuschußkonto
200.000 Mark. Demgemäß
Soll Aktienkapitalkonto Haben
| Von Aktionäre-
Einzahlungskonto M. 1.000.000 |
Soll Bauzuschußkonto Haben
An Baukonto M. 200.000 | Von Kassakonto, Kreis-
zuschuß M. 200.000 |
Soll Kassakonto Haben
‚ An Aktinoäre- Von Baukonto M. 1.100.000
Einzahlungskonto M. 1.000.000
/ „ Bauzuschußkonto 200.000
Soll Baukonto Haben
[An Kassakonto M. 1.100.000 | Von Bauzuschußkonto M. 200.000 |
Bei dieser Buchungsweise, die kein Reservekapital bildet, son-
dern den Zuschuß an den Kosten des Baues unmittelbar abrechnet,
steht die Bahnanlage mit 900.000 Mark zu Buch. Soviel hat sie die
Gesellschaft gekostet, deren Kapital somit 900.000 Mark + 100.000
Mark = Aktienkapital ist. Für die Ertragsverfügung kommen beide
Arten auf dasselbe hinaus, ausgenommen, daß im ersteren Falle der
Ertrag mit einer höheren Wertabgabe belastet wird, wie im anderen
Falle. Was die Kapitalverfügung anbelangt, so würde ein Verkauf
für die tatsächlich aufgewandten Werte zuzüglich des Barbestandes
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