Form der einzelnen Aufzeichnungen „rd
von Zeit und Mühe für alle Benutzer solcher Separatabzüge gegenüber
der buchhändlerischen Berechnung und Bequemlichkeit den Ausschlag
geben müßte,
Aus praktischen Rücksichten würde es auch zu empfehlen sein,
daß die Seitenzählung des Originals bei diesen Sonderabdrücken un-
verändert beibehalten würde. Wenigstens dürfte man erwarten, daß
bei einer neuen Paginierung auch die im Verlauf der Arbeit vorkom-
menden Verweise auf frühere Abschnitte derselben nach der neuen
Seitenzählung berichtigt werden. Der sprichwörtliche Mangel an prak-
tischem Sinn bei den Jüngern der Wissenschaft brauchte doch durch
solche leider nicht ganz seltene Monstra gemischter Seitenzählung nicht
immer wieder bestätigt zu werden.
W. Str[eitberg] berichtet im „Anzeiger f, indogerm. Sprach- und
Altertumskunde“ (Indogerm. Forschungen) 18 (1905—6) 88 über einen
Artikel von Karl Brugmann in: Beilage z. Allg. Ztg. n. 156 v. 9. Juli
1905, der die eigene Seitenzählung der Sonderabdrücke (ohne Angabe
der Seitenzählung des Originals) mit Recht als „eine typographische
Torheit“ bezeichnet, und verweist auf ein ähnliches Urteil von Charles
Lanman in: The Nation v. 2. Nov. 1905.
6. Eine andere notwendigere Forderung ist bei allen
Aufzeichnungen und sonstigen Bestandteilen der Stoffsamm-
Jung zu beachten. Sie verlangt, daß jede Notiz und jeder
Ausschnitt und alle übrigen Teile mit einem Schlagwort
versehen werden.
Die unbedingte Notwendigkeit dieser Forderung liegt
auf der Hand. Übersicht und Ordnung und damit Nutzen
und Brauchbarkeit der Kollektaneen hängen zum guten Teile
von den Stichworten ab. Die Wahl kann zuweilen Schwie-
rigkeiten bereiten, zumal wenn man die eigene Aufgabe
noch nicht klar und bestimmt erfaßt hat und ein Gegen-
stand sich nach verschiedenen Rücksichten hin verwenden
läßt. Es wird stets vor allem darauf ankommen, den
Hauptinhalt des Gegenstandes oder wenigstens den Haupt-
punkt, der mit Rücksicht auf das eigene Thema am
meisten in Betracht kommt, im Stichwort klar zum Aus-
druck zu bringen.
Für die Praxis ist die genauere Bestimmung des Ver-
fahrens ganz von der allgemeinen Einrichtung und Ord-
nung der Stoffsammlung abhängig.
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