Aufbewahrung der Kollektaneen 179
Sammelmethode kaum noch in Betracht, und wer sich den-
noch mit ihr plagen will, wird selbst leicht wissen, wo er
mit seinen Sammelheften zu bleiben hat.
Für die Zettelmethode ist die Frage von größerer
Bedeutung. Denn von einer guten Aufbewahrung hängt die
Aufrechterhaltung der Ordnung und die leichte Verwendbar-
keit der gesammelten Materialien ab. Sie ist auch die not-
wendige Bedingung, um viel unnütze Vergeudung der Zeit
und Mühe zu vermeiden.
Im allgemeinen können für die Aufbewahrung in Be-
tracht kommen Sammelmappen oder Schachteln oder offene
Fächer oder Schubladen oder Kästen und Schränke.
1. Die Sammelmappen sind besonders für die Zettel
und sonstigen Sammelobjekte in größerem Format zu em-
pfehlen. Einfache starke Kartonmappen in Quart oder auch
an Schnüren verschiebbare Pappendeckel können für diesen
Zweck völlig genügen. Man kann eine oder nach Bedürfnis
mehrere für die einzelnen Buchstaben des Alphabetes und
besondere für solche Gegenstände nehmen, bei denen der
Stoff reichlicher zufließt. Diese Sondermappen können dann
entweder als Unterordnungen innerhalb der Hauptgruppe
des betreffenden Buchstabens oder auch außerhalb dieser
Hauptmappe, aber in unmittelbarem Anschluß an dieselbe
ihren Platz in der ganzen Sammlung erhalten. Je nach
den Umständen und den besonderen Zweck einer Arbeit
läßt sich diese alphabetische Ordnung hier wie sonst auch
in anderer Weise durch eine sachliche oder chronologische
ergänzen oder teilweise ersetzen.
Statt der Mappen hat man Sammelbücher in Vorschlag gebracht,
die für alle Exzerpte zwischen ihren alphabetisch geordneten Blättern
Platz bieten sollen. Schon Vinzenz Placcius redete ausführlich „de
libris excerptorum“, die lose gebunden oder geheftet zur Aufnahme
der Auszüge dienen könnten (De arte excerpendi c. 2 sectio 4 p. 63—8).
Im 41. Heft der „Bibliothek für Volks- und Heimatskunde“, das über
die Anlage einer Exzerptensammlung für die hesonderen Zwecke des
Vereines „Heimat“ handelt, werden gleichfalls gebundene Exzerpten-
mappen empfohlen, die nach Bedürfnis durch Exzerptenregale entlastet
werden sollen; in diesen erhalten dann die zusammengehörigen Ex-
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