Full text : Wissenschaftliches Arbeiten

Erhaltung und Unverfälschtheit des Textes ;
setzung (Interpunktion) oder die Wortstellung oder die Vertauschung
 von Worten und Sätzen.
B. Die Quellen der Fehler sind teils äußere oder
zufällige, teils innere.
a) Fehler, die aus äußeren Quellen hervorgehen,
bezeichnet man als mechanische, weil sie vom Schreiber
nicht frei gewollt und beabsichtigt sind. Die Ursachen
solcher mechanischer Fehler liegen entweder in dem Zustand
 des Textes der Vorlage, oder auf seiten des Schreibers.
a) Durch den Zustand des Textes können derarlige
Fehler entstehen: 1) wegen des Fehlens der großen Anfangsbuchstaben,
 wodurch namentlich bei Eigennamen
Schwierigkeiten vorkommen ;
2) wegen des Fehlens der Worttrennung bei der in
alter Zeit üblichen ununterbrochenen Schreibung der Buchstabenreihen;

3) wegen des Fehlens der Interpunktionen und der
Akzente, die in den alten Handschriften ausgelassen wurden ;
4) wegen der Siglen und Abkürzungen, die zu falschen
Auflösungen Anlaß geben;
5) wegen der schwierigen und undeutlichen Schrift,
die zu MikGverständnissen und Lesefehlern führt.
P)Aufseiten des Schreibers können die Ursachen
unbeabsichtigter Fehler liegen: 1) in einem Versehen beim
Schreiben, indem das Auge von einem Wort auf ein benachbartes
 mit gleicher oder ähnlicher Buchstabenverbindung,
 besonders am Ende (Homoioteleutun) abirrt und deshalb
 die zwischen diesen beiden Worten stehende Wortreihe
 ausläßt (Haplographie) oder wiederholt (Dittographie) ;
2) in einem Verhören beim Diktieren, indem gleich
oder ähnlich lautende, aber verschieden geschriebene Buchstaben
 oder Wörter miteinander verwechselt werden: wie
es namentlich bei dem Itazismus im Griechischen leicht
geschehen kann;
3) in einem Verschreiben durch Unachtsamkeit oder
auch Nachlässigkeit des Schreibers, der Buchstaben, Silben
Fonck, Wissenschaftliches Arbeiten, 3, Aufl.

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