Art und Weise des Zitierens 271
Am Schluß eines Zitates ist darauf zu achten, daß
ein Frage- oder Ausrufungszeichen vor oder nach den das
Zitat abschließenden Anführungszeichen zu stehen komme,
je nachdem es zu den zitierten oder zu den einführenden
Worten gehört. Wie O0. Stählin bemerkt, achten wenige
Herausgeber auf diese notwendige Unterscheidung‘).
9. Bei fremdsprachigen Zitaten hängt es zumeist
vom Zweck und Charakter der Arbeit ab, in welchem Um-
fange die Ursprache beibehalten werden kann. Bei streng
wissenschaftlichen Arbeiten können die französischen, italie-
nischen, spanischen, die englischen und holländischen, die
lateinischen und griechischen Texte in der Regel beibe-
halten werden, außerdem je nach dem besonderen Fach-
gebiete bei philologischen Fragen auch die zur betreffen-
den Fachgruppe gehörenden Sprachen.
Bei Arbeiten, die sich an einen weiteren Leserkreis
richten, wird man wenigstens im Text besser die Über-
setzung des Zitates geben und den Urtext, wenn nötig, in
einer Anmerkung beifügen. Ähnlich kann man es mit
Zitaten aus ferner liegenden Sprachen halten.
10. Die Titel der zitierten Werke und Zeit-
schriften sind für gewöhnlich in ihrer Sprache beizube-
halten und nicht zu übersetzen. Namentlich bei Zeit-
schriften, von denen viele sehr ähnliche Titel führen, gäbe
die Übersetzung leicht Anlaß zu Verwechslungen?).
Doch wird auch in dieser Hinsicht die Rücksicht auf
einen weiteren Leserkreis es bei gewissen Arbeiten recht-
fertigen, daß man im Text den Titel eines fremdsprachigen
Buches übersetzt und denselben nur in der Anmerkung in
der Ursprache angibt.
11. Noch viel weniger sollen die Namen der zi-
tierten Autoren zB. in einer lateinischen Arbeit latini-
siert werden.
') 0. Stählin, Editionstechnik 415 f; vgl. 413 f.
?) O0. Stählin erinnert zB. an die drei Sammlungen patristischer
Arbeiten: Texte und Untersuchungen“, „Texts and Studies“, „Studi
e Testi“ (aaO. 421).