Q6 Allgemeine Bemerkungen
Freilich ‚ist ein solches Ergebnis nur als annähernd
richtig zu nehmen. Denn die Handschrift wird häufig
nicht vollkommen gleichmäßig sein und ebenso wird die
Zeilen- und Silbenzahl sich nicht immer gleich bleiben,
besonders wenn gemischter Satz. angewendet werden soll.
Das annähernde Resultat kann aber für die meisten Fälle
schon genügen.
9. Wollte man eine genauere Rechnung haben, so könnte
man statt der Silben die Buchstaben zählen und den Durch-
schnitt aus einer größeren Anzahl von Zeilen berechnen
und die Verschiedenheit der Handschrift und des anzuwen-
denden Drucksatzes: in Betracht ziehen. Bei vielen Kor-
rekturen und Nachträgen in der Handschrift wird die Be-
rechnung oft nur von einem Fachmann mit annähernder
Sicherheit gemacht werden können.
Ist der Umfang einer Arbeit vorgeschrieben, so wird
man auf die gleiche Weise vorher berechnen können, wie
viel Seiten das Manuskript enthalten darf, um die vorge-
steckte Grenze nicht zu überschreiten.
Am sichersten ist die Berechnung natürlich bei Schreibmaschinen-
schrift zu machen, da sie absolut gleichmäßig ist. Nur bei dieser trifft
es in der Regel auch zu, daß zB. 100 Manuskriptseiten 150 Druckseiten
ergeben können.
Eine etwas andere Berechnungsart nebst einer Berechnungstabelle
bietet 4. Waldow, Lehrbuch für Schriftsetzer®* 134—6.
85. Art der Veröffentlichung. Für die Veröffent-
lichung bieten sich dem Autor verschiedene Wege dar. Er
kann seine Arbeit entweder als Artikel in einer Zeitschrift
oder als Teil einer Sammlung von wissenschaftlichen Stu-
dien oder als selbständige Schrift erscheinen lassen.
1. Für eine kleinere Arbeit ist eine passende und an-
gesehene Fachzeitschrift in der Regel der angemessenste
Platz zur Veröffentlichung. Man darf aber schon etwas
wählerisch sein und sich erst die Gesellschaft ansehen, in
deren Mitte man bei einer Zeitschrift auftreten würde.
Zwar richtet sich die Wahl zumeist nach dem Geschmack
des einzelnen und läßt sich nicht gut mit allgemeinen Regeln
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