Full text : Wissenschaftliches Arbeiten

Zn Allgemeine Bemerkungen
In den meisten Fällen kann man zur Verhütung dieses unerträglichen
 Mikbrauches dem Abschnitte, der sonst Teil eines überlangen
Artikels wäre, eine eigene Überschrift geben und ihn als selbständigen
Artikel erscheinen lassen. Aus einer Abhandlung werden auf diese
Weise vier oder fünf. Eine gemeinsame Überschrift ist unnütz. Es genügt
 vollkommen, daß die einzelnen Artikel tatsächlich zusammengehören.
 Setzen die späteren Abhandlungen die früheren voraus, so kann
man sich auf sie ganz in der gleichen Weise beziehen, wie wenn sie
als Teile eines Artikels erschienen wären. Es ist gar nicht einzusehen,
weshalb eine Beziehung zB. auf eine in einem anderen Artikel gegebene
 Begründung schwieriger sein sollte, als wenn diese Begründung
im selben Bandwurmartikel stände (J. Overmans).
9. Hat die Arbeit einen größeren Umfang, so empfiehlt
sich in manchen Fällen wie schon früher bemerkt wurde, die
Veröffentlichung in einer Sammlung von gleichartigen wissenschaftlichen
 Studien aus dem entsprechenden Fachgebiet.
Die mannigfachen Vorteile, welche diese Art der Veröffentlichung
 bietet, haben besonders in den letzten Jahrzehnten
 zu einer großen Zahl von derartigen periodisch
erscheinenden Sammlungen unter dem "Titel „ Veröffentlichungen“
 oder „Studien“ oder „Ergänzungshefte“ o. ä.
Veranlassung gegeben. Die Veröffentlichung in einer solchen
 Studienreihe nimmt gewissermaßen die Mitte zwischen
Zeitschriftartikel und ganz selbständiger Schrift ein. Aus
bibliographischen und anderen praktischen Gründen verdient
 sie namentlich bei Schriften kleineren Umfanges, die
doch für einen Artikel in einer Zeitschrift zu groß sind, den
Vorzug vor der ganz selbständigen Veröffentlichung.
3. Wenn die Arbeit sich weder für eine Zeitschrift,
noch für eine Sammlung von Studien eignet, bleibt der
dritte Weg der selbständigen und unabhängigen
Veröffentlichung übrig.
Insbesondere für diese dritte Art der Publikation gelten
die folgenden praktischen Bemerkungen. Auf die. meisten
Punkte macht schon Heinrich Keiter in seinen „praktischen
Winken für Schriftsteller und Zeitungskorrespondenten“
aufmerksam.

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