Autor und Verleger. Wahl des Verlegers
Vierundzwanzigstes Kapitel
Autor und Verleger
Vgl. die p. 276 angegebene Literatur.
86. Wahl des Verlegers. In der Regel wird man
für eine wissenschaftliche Arbeit einen Verleger suchen
müssen und nicht von einem Verleger gesucht werden.
Bei der Wahl hat man auf einige Punkte zu achten, die
für die Veröffentlichung von Wichtigkeit sein können.
1. Man wird zunächst auf den guten Ruf des Verlaghauses
sehen, dem man seine geistigen Kinder anvertrauen
will. Je inniger die Beziehungen sind, in die der Verfasser
zu seinem Verleger zu treten hat, desto mehr muß er vor
der Entscheidung die Augen aufmachen. Bei selbständigen
Schriften ist diese Vorsicht noch viel nötiger als bei Veröffentlichungen
in periodischen Blättern.
9. Man muß insbesondere auch über die Person des
Inhabers eines Verlags sich volle Klarheit verschaffen. Denn
ohne diese genaue Kenntnis seines Charakters und seiner
Eigenschaften wird man ihm kaum das volle Vertrauen
schenken können, das von der Stellung des Verfassers zum
Verleger erfordert wird. Mit vollem Recht bemerkt H. Keiter
über diese Stellung: „Wenn der Verfasser eines Buches
dessen Vater genannt wird, so kann man den Verleger gewiß
als die Mutter bezeichnen; denn ohne dessen Einverständnis
<und Mitwirkung> erblickt kein Buch das Licht der
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