Full text : Wissenschaftliches Arbeiten

3 Drucklegung und Korrektur
pareille. Größere Schriftarten werden in der Regel nur bei
den Überschriften und Titeln Verwendung finden.
5. Für die Wahl der Lettern zur Hervorhebung oder
Kennzeichnung .gewisser Worte oder Sätze muß das Manuskript
 dem Setzer die notwendigen Weisungen geben, wie
früher bemerkt wurde (S. 280f.). Der Sperrdruck kann
ebenso wie im Deutschen auch im Lateinischen und Griechischen
 zur Anwendung kommen.
Genaueren Aufschluß geben die zu Anfang dieses Abschnittes
(S. 276) angeführten Werke. Es genüge hier, von den fünf genannten
Schriftarten eine kurze Probe vorzulegen :
Nonpareille: Labor omnia vineit improbus,
Petit: Labor omnia vincit improbus.
Borgis: Labor omnia vincit improbus.
Korpus: Labor omnia vincit improbus.
Cicero: Labor omnia vincit improbus.
Wenn dem Werke Karten oder Illustrationen oder andere Beigaben
 hinzugefügt werden sollen, so müssen darüber besondere Vereinbarungen
 getroffen werden. Ebenso wird eine Bestimmung zu treffen
sein über die Ausführung des Titeldruckes, den äußeren Umschlag und
seine Ausstattung sowie über etwaige Anzeigen oder Mitteilungen auf
demselben. Alle diese Punkte sollen nicht leicht dem Belieben des
Verlegers überlassen bleiben.
93, Korrekturregeln. Mit dem Anfang des Druckes
beginnt auch für den Verfasser die oft recht lästige und
beschwerliche Arbeit des Korrekturenlesens. Sie fordert die
größte Sorgfalt und Aufmerksamkeit, soll nicht das Schifflein
 im Angesicht des ersehnten Hafens noch Schiffbruch
leiden.
Im weiteren Sinne heißt „Korrektur“ jeder Abzug des
Satzes vor dem Beginn des Reindruckes. Im engeren Sinne
führt »nur der erste Abzug diesen Namen, während der
zweite als „Revision“, ein dritter als „zweite Revision“
oder als „Superrevision“ bezeichnet wird. Ein Abdruck
des Satzes vor der „Formierung“ oder Brechung der Seiten
wird „Fahne“ genannt. Jene Abzüge, die vom fertigen
Satz gemacht werden, bevor er für den Reindruck in die
Maschine gebracht wird, nennt man „Bürstenabzüge“, Die

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