Full text: Wissenschaftliches Arbeiten

40 Einrichtung und äußere Hilfsmittet der Seminare 
praktische Schwierigkeiten ergeben, zeigt z. B. das überaus erfreuliche 
und für die Seminararbeiten höchst förderliche Verhältnis, welches in 
Innsbruck dank dem liebenswürdigsten Entgegenkommen des Vorstandes 
und der Beamten der Universitätsbibliothek zwischen dieser und den 
wissenschaftlichen Seminaren besteht‘). 
Ein derartiges Verhältnis ermöglicht es auch, daß der Seminar- 
bibliothek durch den behördlich geregelten Dublettenaustausch der ver- 
schiedenen öffentlichen Büchersammlungen manche nicht unbedeutende 
Werke .zugeführt werden können 
Außerdem ist es von Wichtigkeit, daß den Mitgliedern des Semi- 
nars auch in ihrer Bibliothek die Möglichkeit geboten werde, von den 
wichtigeren Neuerscheinungen auf dem Gebiete ihrer besonderen Studien 
Kenntnis zu erhalten und wo möglich Einsicht zu nehmen. Außer durch 
die Literaturzeitungen und Zeitschriften läßt sich dieses auch dort, wo 
nur geringe Mittel für Neuanschaffungen zur Verfügung stehen, doch 
einigermaßen erreichen durch regelmäßige und gut geordnete Ansichts- 
sendungen sowie durch die Kataloge der bedeutenderen Verlagshand- 
lungen und Antiquariate, Die letzteren sind leicht erhältlich und können 
in der Bibliothek an einem dafür bestimmten Platz in alphabetischer 
Ordnung den Mitgliedern zugänglich gemacht werden. Für die Ansichts- 
sendungen wird man sich am besten mit einer guten Buchhandlung am 
Ort in Verbindung setzen, welcher man als Entgelt die Neuanschaffungen 
für die Bibliothek tunlichst zuwendet. 
13. Bibliothekskataloge. 1. Es ist für die Semi- 
narmitglieder wie für alle, die sich mit wissenschaftlichen 
Arbeiten zu beschäftigen haben, von großer Bedeutung, 
sich mit der Einrichtung der Bibliothekskataloge vertraut zu 
machen. Daher mögen im Anschluß an die Ausführungen 
über die Seminarbibliothek einige Bemerkungen über diesen 
Gegenstand hier Platz finden. Sie betreffen nur einige 
Hauptpunkte. Für anderes sei auf die einschlägige Literatur 
verwiesen. 
Vgl. Arnim Graesel, Handbuch der Bibliothekslehre®, Leipzig 1902 
(mit reichen Literaturangaben); dasselbe in französischer Bearbeitung 
a. d. T.: Manuel de bibliotheconomie, trad. p. Jules Laude, Paris 1897; 
Albert Maire, Manuel pratique du Bibliothecaire. Paris 1896; LCopold 
Delisle, Instructions elementaires et techniques pour la mise et le 
') Im allgemeinen ist zu vergleichen: Ferd. Hichler, Die wissen- 
schaftlichen Bibliotheken in ihrer Stellung zu Forschung und Unterricht. 
Leipzig 1910.
	        
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