Sonstige Industrien.
1. Zementindustrie: Baurat Dr.-Ing. Riepert, Vorstand des Deutschen Zementbundes,
Tutzing in Bayern,
Geb, 1874 zu Köln. Vorstand des Deutschen Zementbundes, Ab 1902 Reg.-Baumeister
der öffentl, Arbeiten, Regierung Posen bis 1911. Ab 1911 Zementindustrie,
jetzt Vorstand des D. Zementbundes, Mitglied des Reichswirtschaftsrats,
Reichskohlenrats, Präsidial- und Vorstandsmitglied des Reichsverb, der D. Industrie,
Vors, der Fachgruppe Steine und Erden,
2. Geh. Kommerzienrat Dr.-Ing. e, h. Fr. Schott, Heidelberg,
Präsident der Handelskammer Heidelberg.
Geb, 27. Dezember 1850 zu Seesen a.H, 1867 Reifezeugnis, Nach Absolvierung
des Fachgebietes für technische Chemie und weiterem Studium 1875 Eintritt
als Betriebsleiter bei der Firma Schifferdecker & Söhne in Heidelberg. 1889 als
technischer Direktor in den Vorstand der in eine Aktiengesellschaft umgewandelten
Firma. 1899 Präsident der Handelskammer Heidelberg, 1906 Kommerzienrat, 1911
Verleihung des Dr.-Ing. e, h. durch die Techn. Hochschule Braunschweig, 1911 Geh.
Kommerzienrat, 1913 Berufung in die 1, Badische Kammer, 1919 in den Aufsichtsrat
der Ges.,, dessen Vorsitz er seit 1923 innehat. Ehrenbürger der Stadt Heidelberg.
3. Porzellanindustrie: Geh. Kommerzienrat Dr. Philipp Rosenthal,
Berg bei Starnberg.
Gründete 1880 in Erkersreuth bei Selb Porzellanmalerei., Pläne zu neuen
Ideen in Dekoration und Formgebung. Gründete in Selb eigene Fabrik, nachmals
größtes Privatunternehmen der Porzellanindustrie, 1897 in A.-G. umgewandelt.
1908 Porzellanfabrik F. Thomas, Marktredwitz, 1917 vorm. Jacob Zeidler & Co.,,
Selb-Plösberg, angegliedert, später die Krister Porzellanmanufaktur, Waldenburg,
sowie die P,-F, Bohemia, Neurohlau bei Karlsbad.
Jetzt ein Konzern mit 10 Werken und 5000 Arbeitern, sowie einer Verkaufsorganisation,
welche fast alle Kulturstaaten umspannt,
4. Kali-Industrie: Berghauptmann Georg Gante,
Vorsitzender der Anhaltischen Salzwerksdirektion Leopoldshall.
Geb. am 15, April 1859 zu Bielefeld, Abiturientenexamen 1878 dortselbst,
Praktisches Jahr als Bergbaubeflissener auf einer Steinkohlenzeche bei Bochum.
Universitätsstudium Göttingen und Berlin, Besuch der Bergakademie Berlin.
Nach bestandenem Bergreferendar- und Bergassessorexamen Berginspektor auf
staatlichem Steinkohlenbergwerk bei Saarbrücken, Bergrevierbeamter in Herne und
Witten, Bergwerksdirektor des staatlichen Steinkohlenbergwerks Camphausen bei
Saarbrücken,
„3901 Austritt aus dem preußischen und Übertritt in den anhaltischen Staatsdienst.
Bis zum Ausscheiden am 1, Oktober 1924 Vorsitzender der Anhaltischen
Salzwerksdirektion Leopoldshall,
5. Luitschiffbau: Dr., Dr.-Ing. e. h. Hugo Eckener,
Leiter der Zeppelinwerft Friedrichshafen.
„Geb. 10. August 1868 zu Flensburg, Gymnasium Flensburg, Studium der
Philosophie. — Bis 1907 Schriftsteller. 1909 Fahrtenleiter und Prokurist, 1912
Direktor d. D, Luftschiffahrts-A,-G. (Delag), Im Kriege Instrukteur d. Marineluftschiff-Abt,
1922 Geschäftsf, der Verkehrs-Abt. des Luftschiffbau Zeppelin.
1924 Vors, der Gesellschaften des Luftschiffbau Zeppelin.
Präsident der Luftschiffbau Zeppelin G.m.b.H., Ehrenbürger der Stadt
Flensburg, 1924 Amerikafahrt mit Z.R.III. (8157 km in 81 Stunden.)
{Photo Transozean-G. m. b. H., Berlin).
Tafel!)
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