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immer im Banne des Silbers, während auch hier die Welt
konjunktur für beide die Ursache ist.
Wie im einzelnen Wechselkurs und britisch-indische
Zinsspannung sich zueinander verhalten, zeigt Diagramm
Nr. 1—4, wobei unter Platzdiskont in Kalkutta der um 1 °/ 0
verminderte Satz der Bank von Bengalen zu verstehen ist.
Die gestrichelte Linie zeigt an, wieviel Prozent der letztere
Satz über (-f) oder unter (—) dem Londoner Marktdiskont
sich jeweilig befand. Bei dem Verlauf der Kurve sind zwei
Bewegungen zu unterscheiden, und zwar die von Änderun
gen des Londoner und die von Änderungen des indischen
Diskonts ausgehenden Bewegungen. Da der indische Satz
als Banksatz sich stets nur um ganze Prozente geändert hat,
zeigt die Kurve an diesen Stellen ein senkrechtes Fallen
oder Steigen um rund 1 °/ 0 , während jedes Schwanken der
Kurve um kleinere Beträge von London ausgeht.
Der Verlauf der Zinsdifferenz-Linie zum Wechselkurs
bestätigt im wesentlichen das Ergebnis der Jahresdurch
schnitte; nur für 1907 könnte man von einem in etwa gleich
mäßigen Verlauf für längere Zeit sprechen, während die
anderen Jahre im ganzen einen fast gegensätzlichen Ver
lauf zeigen. Auch der Zusammenhang bei den Linien auf
kurze Strecken, der sich z. B, bei dem deutsch-französi
schen Wechselkurs noch sehr deutlich und regelmäßig zeigt,
ist hier nur schwach ausgeprägt. Die von London aus
gehenden Veränderungen wirken fast gar nicht auf den Kurs
— Ausnahme 1907 —, und auch die prozentweisen indi
schen Zinsänderungen setzen sich vielfach nicht durch.
Äußerlich betrachtet erscheint bereits die Schwerfälligkeit
der indischen Wechselkursnotiz und des — im Gegensatz
zum Londoner — tägliche Schwankungen nicht berücksich
tigenden indischen Diskonts einer engeren Anpassung hin
derlich zu sein. Das heißt nichts anderes, als daß die Geld
marktverhältnisse in Indien lange nicht so scharf organisiert
sind wie in London, daß so feine Wertunterschiede, wie sie
in Europa geläufig sind, drüben noch nicht die Regel bilden
und daß sich vielmehr die Preisbildung in groben, nur ganz
starke Einflüsse berücksichtigenden Bahnen bewegt. Viel
leicht liegt darin schon eine Erklärung für die geringe Ein-