— Die außenpolitischen Aufgaben der Wirtschaft, zz ZT othek ‘
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City Bank hat sich von 1912 auf 1922 das Nationalvermögen def Ner- &
einigten Staaten um 134,5 Milliarden Dollar oder 72 %, Großbrita {ens Kiel xx
um 9,55 Milliarden Dollar = 14%, Frankreichs um 10,6 Milliardem
Dollar = fast 16 %, Kanadas um 11 Milliarden Dollar = 100 %,
Australiens um 3,58 Milliarden Dollar = 57%, der Schweiz um
1,54 Milliarden Dollar = 50%, Italiens um 2,95 Milliarden Dollar
= 13% vermehrt, das Deutschlands aber um 44 Milliarden Dollar
= 56% % vermindert, Unendlich viel größer ist natürlich noch der
Rückgang des Nationalvermögens Rußlands, Kaum geringer als in
Deutschland der in den meisten Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns,
vornehmlich in den „Siegerstaaten‘“ Polen und Rumänien. Aber auch
in den Siegerstaaten, die eine Vermehrung ihres Nationalvermögens
erfahren haben, ist diese im Verhältnis zu dessen riesiger Zunahme
in Nordamerika verschwindend, entspricht nicht im entferntesten der
seitdem eingetretenen starken Entwertung der Kaufkraft des Geldes.
Die Vereinigten Staaten von Amerika — früher an Europa stark ver-
schuldet — sind heute dessen mächtiger Gläubiger.
Wenn auch die meisten Siegerstaaten ihren Außenhandel dem
Goldwert nach wieder auf die Höhe der Vorkriegszeit gebracht haben,
manche, wie Frankreich, das so starke Exportgebiete wie Elsaß-
Lothringen hinzugewonnen hat, ihn sogar beträchtlich steigern konnten,
zumal sie die Industriewerkstätten der zerstörten Gebiete in ungleich
leistungsfähigerer Form neu aufbauen konnten und mit der Reparations-
kohle und dem Reparationskoks sowie unterstützt durch eine sinkende
Valuta billig zu produzieren vermochten, so dürfte doch — wenn man
den gesunkenen Geldwert in Betracht zieht — bei keinem von ihnen
die Ausfuhrsteigerung der in der Periode vor dem Kriege entsprechen.
Muß doch z, B, bei Frankreich, um einen Vergleich zu gewinnen, die
Ausfuhr Elsaß-Lothringens in Abzug gebracht werden, die 1924 allein
nach Deutschland weit über eine halbe Milliarde Goldmark ausgemacht
haben wird und insgesamt auf erheblich mehr als 1 Milliarde zu schätzen
ist. Im Jahrzehnt vor dem Kriege war die englische Ausfuhr jährlich um
nahezu eine halbe Milliarde Goldmark gestiegen; 1924 war sie zwar
6,3 Milliarden Reichsmark höher als 1913, die Steigerung also scheinbar
noch höher, aber am Großhandelsindex gemessen lag überhaupt kaum eine
solche vor, Die Einfuhr — der Gradmesser für Englands Wohlstand — ist
gegen 1913 sogar um fast 1% MilliardenReichsmark zurückgegangen. Seine
unsichtbare Ausfuhr — die Erträgnisse seiner Seeschiffahrt für fremde
Rechnung, die Vermittlungseinnahmen seines Handels und seiner
Banken, die Gewinne aus den Kolonien und ausländischen Nieder-
lassungen und fremden Effekten — ist eben ganz wesentlich gesunken.
Die Passivität seiner Handelsbilanz, die der Engländer mit größtem