Full text: Forstwirtschafts-Politik

104 Volkswirtschaftlicher Effekt. 
Die Nutz holz ge winnung |tellt sich also auf: 30,3 Millionen Festmeter 
+ 0,86 Millionen Festmeter + 0,3 Millionen Festmeter ~ 31,5 Millionen Fest- 
meter, und wenn man hiervon noch einen Rinden- usw. Verlust von 12 % (der ganz 
verloren geht und auch nicht für Brennholzzwecke in Betracht kommt) in Abzug bringt, 
auf 27,7 Millionen Festmeter. 
Damit sind zwar die inländischen N u tz h o l z quellen, aber noch nicht alle inländischen 
Brennholz quellen berücksichtigt. Als weitere inländische Brennholzquellen kommen 
noch in Betracht die Abfälle bei der Sägerei, bei der Bearbeitung anderen Rohnutzholzes 
(wie Grubenholz, Schwellen, Masten usw.) und bei der Holzveredlung, ferner das fort- 
laufend dem Nu»tzholzverbrauch entzogene (weil unbrauchbar gewordene) Altholz (alte 
Schwellen, Bauholz. Stangen, Geräte usw.). Ziemlich genau zu ermitteln ist die Menge 
der bei der Sägerei sich ergebenden Abfälle. Denn es ist (nach der Statistik von 1913) 
bekannt, daß 52,8 o/» allen Nutzholzes Bauholz ist und vor seiner Verwendung durch das 
Sägewerk gehen muß, worauf 20 bis 30 °/4 der Masse nur noch zum Verbrennen tauglich 
sind. Rechnet man mit Fabricius, daß 25 % wirklich in Gestalt von Sägemehl und 
Bündelholz der Heizung dienen, so ergeben sich für 1912/13: 28,7 Millionen XX 52,8 
> 0,25 – 3,8 Millionen Festmeter. 
Die Abfälle bei der Bearbeitung anderen Rohnutzholzes lassen sich zu 1,7 Millionen 
Jestmeter und die bei der Holzveredlung zu 0,6 Millionen Festmeter schätzen. 
So daß also die Abfälle bei der Sägerei, bei der Bearbeitung anderen Rohnutzholzes 
und bei der Holzveredlung sich im ganzen auf: 
3,8 Millionen + 1,7 Millionen + 0,6 Millionen – 6,1 Millionen Festmeter 
belaufen, die noch von der Nutzholzgewinnung abzuziehen und der Brennholzgewinnung 
zuzuschlagen sind. 
Das dem Nutzhholzverbrauch entzogene Altholz wird mit 2,3 Millionen Festmeter sicher 
nicht zu hoch veranschlagt. 
Alles in allem beträgt also 1912/13 die N u t h o lz g e winnung : 
27,7 Millionen ~ 6,1 Millionen ~ 21,6 Millionen Festmeter. 
Die Brennholz g e winnung : 31,5 Millionen + 2,0 Millionen + 1,2 Millionen 
+ 3,8 Millionen + 1,7 Millionen + 0,6 Millionen + 2,3 Millionen & 43,1 Milli- 
onen Festmeter. 
Die Ge s amt holz g ew in nung des Jahres 1912/13 stellt sich also auf: 
21,6 Millionen Festmeter Nutholz, das sind 0,318 Festmeter je Kopf der Bevölkerung, und 
43,1 Millionen Festmeter Brennholz, das sind 0.634 Festmeter je Kopf der Bevölkerung; 
64,7 Millionen Festmeter im ganzen, das sind 0,952 Festmeter je Kopf der Bevölkerung. 
Die Holzgewinnung der Wälder des Deutschen Reiches nach 
Bundes sta aten im Wirtschaftsjahr 1912/13 ist aus der Tabelle auf 
Seite 105 zu ersehen. 
Hiernach ergibt sich hinsichtlich der Der b h o lz g e wi n n ung je Hektar folgende 
Reihenfolge der wichtigsten Länder: 
Braunschweig . 5,03 km 
Baden., „j.. 4,74 km 
Württemberg . 4,51 km 
Hessen . 4,34 m
	        
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