Full text: Forstwirtschafts-Politik

_ Eigengewinnung an Holz. 107 
Die Holzgewinnung der Wälder des Deutschen Reiches nach 
Besitzformen im Wirtschaftsjahr 1912/13 ist aus der Tabelle auf 
Seite 106 ersichtlich. 
Aus dieser übersicht ergibt sich: 
1. daß die Kron-, Staats- und Staatsanteilforste 1912/13 an der 
Gesamtholzgewinnung des deutschen Waldes hinsichtlich der Gesamtmasse mit 44,9 /o, 
hinsichtlich des Derbholzes mit 46,8 's9 und des Nutzholzes mit 50,8 %o beteiligt 
waren, während ihr Anteil an der gesamten Waldfläche nur 34,7 %o ausmachte. 
Die Derbholzgewinnung pro Hektar betrug 4,55 km. 
2. daß die Gemeindewaldungen an der Gesamtholzgewinnung beteiligt 
waren mit 17,6 °?/% (Gesamtmasse), 16,0 o/o (Derbholz) und 13,6 ‘/s (Nutzholz), 
während ihr Anteil an der Gesamtwaldfläche 16,1 °/% betrug. Die Derbholz- 
gewinnung pro Hektar betrug nur 3,34 km, war also geringer als bei den Staats- 
usw. Forsten. 
3. Bei den Pr iv atwald ungen isst eine Trennung in Fideikommißwaldungen 
und andere Privatwaldungen notwendig. 
Es betrugen 1912/13: 
Der Anteil an Igel Die . Die 
ver cer PU § Zr,. | Rute huiz: haz: | holz: 
Bei den | samt- | holz- | holz- | bolz- u z twor. 
Lelsr gewin- j zwi qung wmg uuns 
0%, | "uus | "ys % q Festmeter je Hektar 
Fipetompißwetungen . - . ~ - : ~ 1118| 1332| B§ 1133| 3588| 348 
Privatwaldungen zusammen | 45,5 [ 34,0 | 33,9 [ 82,7 | 3,07 | 2,51 | 1,45 
4. Die Stiftung s f o r st e hatten 1912/13 eine Derbmassengewinnung von 3,87 km 
je Hektar, während die Gemeindewaldungen nur 3,34 km Derbmassse je Hektar 
gewannen. 
5 Die Geno ssenfor s e standen mit einer Derbmassengewinnung von 2,23 km 
je Hektar noch hinter dem Privatwald im ganzen (2,51 km je Hektar) zurück. Dies 
hängt mit der Tatsache zusammen, daß der Genossenschaftswald in der Hauptsache 
Laubwald und überdies meist Nieder- und Mittelwald ist. 
Holzgewinnung nach dem Kriege. 
Da eine zusammenfassende Statistik der jährlichen Holzgewinnung Deutschlands für 
die Nachkriegsjahre zur Zeit noch nicht existiert, läßt sich diese nur schätungsweise angeben. 
Es bleibt vorläufig nichts anderes übrig, als die Statistik des Jahres 1913 zu benützen 
und deren Zahlen durch Berücksichtigung der Waldverluste den jetzigen Verhältnissen 
gemäß zu modifizieren. Wenn man die Holzerträge der Vorkriegszeit, um sie der Tetz- 
zeit anzupassen, kurzerhand um den gleichen Prozentsatz verringert, um den die Waldfläche
	        
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