Full text : Forstwirtschafts-Politik

Regelung und Ablösung der Forstnutzungsrechte. SP
g e se ß vom 17. Juni 1896 nicht mehr zugestanden, und damit wurde jede Art von
Zwangsablösung wieder beseitigt. – Was die Abfindung anlangt, so ist im rechtsrheinischen
 Bayern die Geldabfindung durch eine bestimmte jährliche Geldrente die Regel.
Diese kann von dem Verpflichteten mit dem 25fachen Betrage abgelöst werden, „soweit
nicht eine anderweitige Übereinkunft vorliegt“. Die Waldabfindung wurde nach dem
Erlaß des Forstgesezes nur noch dann in einzelnen Fällen gewährt, „wenn der Boden
zur landwirtschaftlichen Benutzung . . . geeignet war und die Bodenproduktion im allgemeinen
 dadurch gesteigert wurde“.
Die derzeitige Belastun g der Waldungen des Deutschen Reiches mit Forstnutzungsrechten
 ergibt sich aus einer von Ministerialrat Mü l l e r in München zusammengestellten
 Übersicht:), die wir wörtlich hier folgen lassen:
Stkaatswaldungen.
Der preußische Regierungsbezirk Sigmaringen und die Freie Stadt Bremen haben
k e in en Staatswald; Belastung daher von vornherein ausgeschlossen.
Die Staatswaldungen sind fr ei von Forstber ech tigungen in:
der preußischen Provinz Oberschlesien;
den preußischen Regierungsbezirken: Schneidemühl, Potsdam, Köslin, Breslau,
Stade, Osnabrück, Arnsberg, Köln;
dem Gebietsteil Sachsen-Altenburg des Freistaates Thüringen;
den Freistaaten: Sachsen, Anhalt, Schaumburg-Lippe, Hamburg, Lübeck.
Belastet sind von 4 446 522 ha Staatswald (einschließlich Bayern) 1 914 856 ha
= 43 "/o, ~ von 3 503 805 ha Staatswald (ohne Bayern und Koburg) 1 244 285 ha
== 3 6 9/0.
In Bayern (mit Koburg) allein sind von 942 717 ha Staatswald belastet
670 571 ha = 7 1 he.
Von den übrigen deutschen Ländern sind die Staats waldungen
belastet nach Hundertteilen der Gesamtstaatswaldfläche in:
Preißen ... .. ... 1FZ1§L V t CEA zu 30 9/0?)
Wüttlenbiee . . 1 pw zu 19 9%
Böädet . ca vas Jr zu 52 %o
Hessett: : „erz: . fs zu 35 9/0
Mecklenburg-Schwerin zu 100 %o
Mectklenburg-Streliz . zu 100 %o
Oldenburg-Oldenburg . zu aA o
Oldenburg-Euin . . . zu s %%!o
Oldenburg-Birkenfeld . . . zu 75%
Sachsen-Weimr . . . . zu ..16 o
Sachsen-Meininkn . . zu 100 %o
Sachsen-Gothoa . . . . . . zu 98 %o
Schwarzburg-Rudolstant ... . . zu 100 "%o
Schwarzburg-Sondershausen zu 100 %o
Maldset «„ pr e e St--5 zu 94 9%
Lippe-Detniold. .. „stuzw4% br a zu 39 %o
:) Mitteilungen des Reichsforsstwirtsschaftsrats, Nr. 2 vom 20. Oktober 1922.
?) Stärkst belastete Regierungsbezirke: Hildesheim, Cassel und Minden.
14%
            
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