einzelnen, durch Maschinen zu verrichtenden Teilarbeiten ist. die
Voraussetzung des Arbeitsbandes.
Von ganz anderer Art ist das Montageband, das Zusammensetz-
band. Auf ihm werden auch bei Ford nur jertige Produkte: der
Automobilrahmen, die Achsen, der Motor, das Chassis, die Räder,
die Kotbleche, die Laternen usw. usw. zu einem Automobil zu-
sammengesetzt.
Diese Entwicklung der Betriebstechnik kann naturgemäss immer
wieder, statt zur Optimalleistung zu führen, zum Zwang der
physischen Maximalintensität des Arbeiters ausarten. Die beiden
Prinzipien, das des quantitativen Maximums und dasdes qualitativen
Optimums, laufen ja nur in der Theorie säuberlich neben-
einander her, in der Praxis berühren und verknüpfen sie sich
häufig. Es ist wohl ohnedies zweifelsfrei, dass bei der privat-
kapitalistischen Organisation des Optimums praktisch immer eine
erhebliche Kompression der Arbeit zur Tatsache wird. Es wird
dabei auf den Standpunkt ankommen, von dem aus die Arbeit an
den Maschinen der so organisierten Betriebe betrachtet wird. Der
Unternehmer wird gern auch dort von einer zwar intensiven, aber
physisch nicht anstrengenden, reinen Beobachtungstätigkeit des
Arbeiters an der Maschine sprechen, wo der Arbeiter selbst der
berechtigten Auffassung ist, dass die fliessende Produktion auf dem
Umweg über angespannteste geistige Tätigkeit auch physisch aus
ihm das Letzte herausholt.
Deswegen ist die Bestimmung über das Tempo des fliessenden
Bandes auch in den Vereinigten Staaten eine Angelegenheit, die
man den Unternehmern nicht allein überlassen hat. Die Mit-
bestimmung über das Tempo des fliessenden Bandes ist ebenso eine
Aufgabe der Gewerkschaft wie ihre Mitbestimmung in der Betriebs-
hygiene, bei der Arbeitszeit und bei den sonstigen Beziehungen
zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
In der Praxis hat das Streben nach optimaler Produktion in sich
selbst auch ein gewisses Korrektiv gegen den etwaigen Umschlag
in die Tendenz zu quantitativer Maximalintensivierung. Jede ent-
scheidende technische und organisatorische Verbesserung der Pro-
duktion birgt einen gewissen Verschwendungsfaktor in sich. In die
neuen Produktionsmöglichkeiten muss der Bedarf hineinwachsen.
Zum anderen zieht jede technische und organisatorische Hoch-
entwicklung solche grossen Arbeitermassen an sich oder benötigt
so qualifizierte und spezialisierte Kräfte, dass mit deren Willen eben-
falls gerechnet werden muss. Letzten Endes ist für den klügeren
Unternehmer das Tempo, ganz gleich ob nach dem quantitativen
Maximum oder nach dem produktiven Optimum hin, ein Rechen-
exempel, in dem die Meinung des Arbeiters eine Rolle spielt. Setzt
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