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zusammengesetzten Begriffs) ein in ihr schon enthaltenes Merkmal
herausstellt und zum Bewußtsein bringt. Nun, unser Verfahren
(das im übrigen auch schon darum „analytisch“ genannt werden
könnte, weil es das Gesuchte, die Statik der Marktwirtschaft, als
„gegeben“ supponiert) hat dem Begriff seines Subjekts, eben der
statischen Marktwirtschaft, kein neues Merkmal hinzugefügt: alle
empirisch gewonnenen Erkenntnisse über dieses System galten uns
als „gegeben“. Wir haben nur „in ihm schon enthaltene Merk-
male herausgestellt und zum Bewußtsein gebracht“: die Gleichheit
der Einkommen, soweit die Konkurrenz sie durchsetzen kann, die
statische Preisrelation, die Ursache und Höhe des Kapitalprofits usw.
Und das ist denn überhaupt das Wesen des deduktiven Ver-
fahrens: man formt empirische, von einem Erfahrungsgegenstande
geltende Erkenntnisse oder ein System von Urteilen oder Erkennt-
nissen über die Zusammenhänge von Erfahrungstatsachen in
„Größen“ um, d. h. gibt ihnen eine Form, in der sie als „Daten“
in eine Rechnung eingesetzt werden können, aus der sich Glei-
chungen zur analytischen Bestimmung der noch unbekannten Größen
gewinnen lassen. Um Beispiele anzuführen, so hat Ricardo die
durch die bekannte Parlamentsenquete ans Licht gezogene Tat-
sache, daß Landgüter mit besserem Boden gegenüber denen mit
schlechterem Boden, und daß Landgüter näher dem Markt gegen-
über denen ferner vom Markte Vorteile genießen, zu Formeln aus-
gestaltet, aus denen die Größe der Grundrente bestimmt werden
konnte. So hat ferner Malthus (freilich mit einem falschen An-
satz) die empirische Tatsache des „Gesetzes der sinkenden Er-
träge“ zu einer Formel ausgestaltet, aus der er das Lohnsystem
und den Lohn entwickelte. So hat von Thünen aus der em-
pirischen Tatsache der mit der Transportentfernung steigenden
Kosten und der gleichfalls empirischen Tatsache des „relativen
Transportwiderstandes“, gleichfalls ausgedrückt in Transportkosten,
jene genialen Formeln des isolierten Staates gewonnen, aus denen
sich der Standort der verschiedenen Arten der Urproduktion, die
Anordnung seiner „Zonen“ berechnen ließ. So habe ich selbst aus
der empirischen Tatsache, daß auf Großgrundbesitz die Arbeiter
auf ein Fixum gesetzt sind, während alle Vorteile der steigenden
gesellschaftswirtschaftlichen Kooperation (auch dieses Smithsche
Gesetz ist ein „Datum“ unserer Rechnung) dem Eigentümer zu-
fließen, das „Gesetz des einseitig sinkenden Druckes“ entwickelt
und die Quantitätsformel für die Wanderbewegung daraus ge-
wonnen. So habe ich ferner die empirische Tatsache, daß außer-