Full text: Rationelle Betriebsführung im Malerhandwerk

Die prozentuale Verteilung der Gehälter richtet sich nach der 
produktiven Arbeiterzahl und nach der prozentualen Beteiligung des 
unproduktiven Arbeiters an der der produktiven Arbeiter. 
2, Maschinen und deren direkte Zubehörteile, Hilfsmaschinen, 
die in der betr, Werkstatt unbedingt gebraucht werden, sowie Ap- 
parate oder Einrichtungen, die zu einer für die Werkstatt bestimmten 
Anlage gehören. 
Utensilien, gewöhnlich Gegenstände, die der Bequemlichkeit 
und Zweckmäßigkeit einer Anlage dienen sollen, z.B, Ablegeregal, 
Werkzeugschränke, Reinigungsgefäße u. a. m. Gebäudeabschreibun- 
gen richten sich nach der Größe des gesamten Gebäudes und nach 
dem prozentualen Anteil des Raumes im Verhältnis zum gesamten 
Gebäude, oder aber in modernen Werken, wo die Unkosten pro cbm 
festgestellt sind, nach cbm des Raumes. 
Veränderliche Unkosten 
Die veränderlichen Unkosten können sehr verschiedener Art 
sein und richten sich ganz nach dem Fabrikationszweig. So werden 
z. B. die veränderlichen Unkosten in der Metallindustrie andere sein 
als die der Hüttenindustrie. In der Metallindustrie werden z. B. als 
veränderliche Unkosten auftreten: 
Putzmaterial, Schmiermaterial, Werkzeugverbrauch, Gasver- 
brauch, Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Lacke, soweit sie als 
Rostschutzmittel oder ähnlichen Zwecken dienen. 
Die Erfassung der veränderlichen Unkosten erfordert bei der 
Unkostenaufstellung besondere Aufmerksamkeit. 
Hat man nun nach angegebener Methode die fe ststehenden 
und veränderlichen oder laufenden Unkosten ermittelt, 
addiert man beide Summen und dividiert die so erhaltene Summe 
durch die Lohnsumme der in der Werkstatt beschäftigten produk- 
tiven Arbeiter; das Produkt ergibt in Prozenten ausgedrückt die 
Werkstattunkosten. 
Bei Aufstellung der Werkstattunkosten ist es ratsam, so genau 
wie nur möglich alles zu erfassen, was auf Unkostenkonto geht. Es 
wird nämlich jeder Betriebsführer danach streben, recht wenig Un- 
kosten für seine Abteilungen zu haben und begeht aus diesem 
Grunde wohl oft den Fehler, daß er seine auf Werkstattunkosten zu 
verbuchenden Materialien usw. recht gering ansetzt, um sich vor hohen 
Unkosten zu schützen. Das hat aber den Nachteil, daß alle sonst 
nicht ergriffenen Unkosten doch an einer anderen Stelle erscheinen 
werden, die dann auf Generalunkosten geschrieben werden müssen, 
Es käme jetzt auf das Fertigfabrikat, das sich aus den Summen der 
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