Full text: Rationelle Betriebsführung im Malerhandwerk

Einzelanfertigung plus der Werkstattunkosten zusammensetzt, der 
prozentuale Aufschlag der Generalunkosten dazu. Dieser Aufschlag 
würde, wenn er durch zu minimale Verteilung der Werkstattunkosten 
als Ausgleich dafür nur wenig höher gewählt würde, eine größere 
Summe ausmachen, da er auf eine stets viel größere Summe aufzu- 
schlagen ist, als wenn die Werkstattunkosten etwas höher, aber 
richtig aufgesetzt wären und nur zu einer Teilsumme des Ganzen 
aufgeschlagen würden. Man sollte als Betriebsleiter vielmehr da- 
nach streben, die wahrheitsgetreuen hohen Werkstattunkosten durch 
wirtschaftliche Ausnützung der Betriebsmittel oder deren selbst- 
tätige mechanische Regulierung herabzusetzen. 
Die Aufstellung der Unkosten hat naturgemäß nach einer Zeit- 
norm zu geschehen und richtet sich danach, ob das Werk jährliche 
oder monatliche Abschlüsse zu machen gedenkt. 
Die Höhe der Unkosten ist sehr verschieden und richtet sich 
ebenfalls nach der Art und Umfang der Fabrikation, welche aus- 
schlaggebend für die Größe der anzuschaffenden Anlage ist. Die 
Anschaffungskosten der Anlage gehen also zu Lasten der feststehen- 
den Unkosten; wieweit sich der Einfluß höherer Anschaffungs- 
kosten im prozentualen Verhältnis zu den gesamten Werkstatt- 
unkosten geltend macht, sei an Hand einiger Beispiele gezeigt: 
Ferner sei auch an die Trocknung der Gegenstände gedacht und vor 
Augen geführt, inwieweit auch diese eine große Rolle für die ver- 
änderlichen Unkosten spielen kann, da ja nicht jeder Betrieb mit 
Abdampf heizen kann, sondern zum Teil auch Gas zur Heizung des 
Trockenofens benutzen muß. Daß sich dadurch ein erheblicher 
Unterschied bemerkbar macht, wird jedem, der mit Unkostenauf- 
Stellungen zu tun hat, sofort einleuchten. 
Aufstellung der Werkstattunkosten einer Einmann-Spritzanlage 
(für monatl, Abschluß aufgestellt) 
Im vorstehenden handelt es sich um eine Anlage eines mittleren 
Betriebes mit zirka 90 Mann Belegschaft und 3 Meistern, einem die- 
Ser Meister ist die Spritzerei mit unterstellt, Die Anlage besteht aus 
einer Spritzkabine, einer Kesselluftpumpe, welche von der Trans- 
Mission aus angetrieben wird, dem Ventilator und sonstigen aus der 
Weiteren Aufstellung ersichtlichen Zubehör, Die Spritzerei ist in 
einem besonderen Raum untergebracht, die Gegenstände werden 
Nach dem Lackieren im Raum selbst getrocknet, also ohne beson- 
deren Ofen, Es wird mit einer 0,8 mm Düse mit einem Luftverbrauch 
von 2,7 cbm stündlich bei einem Druck von 3 Atm. gearbeitet. Es 
kommen zwei Pistolen für verschiedene Lacke in Anwendung, 
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