Mancher Meister scheut hier die Arbeit, weil ja die Mühle wieder
gereinigt werden muß, dies ist aber nur halb so schlimm. Wenn
die Farbe aufgemahlen ist und mit einem Pinsel der Rest entfernt
worden ist, so daß kein Farbverlust entsteht, kann man die Mühle
schnell reinigen, indem man eine Kiste mit feinem Sägemehl unter
den Tisch stellt, die einzelnen Teile hineinsteckt und sie tüchtig mit
dem Sägemehl abreibt, Wenn da jede Rille mit dem Lappen und dem
Fingernagel gereinigt werden soll, geht zu viel Zeit verloren.
Um bei Lackfarben an Zeit zu sparen, soll man sie fertig beziehen.
Wenn dieselben dann noch gemischt werden sollen, nimmt
man Tubenfarbe, denn hier würde es Zeitverschwendung sein, wenn
man bei jeder Kleinigkeit die Mühle gebrauchen wollte. Eine ganz
besondere Zeitersparnis können wir in unserem Gewerbe durch Anwendung
der ölfreien Grundiertechnik erzielen, wobei in vielen Fällen
ein Anstrich gespart werden und die Arbeit in kürzester Zeit fertig
sein kann, Aber für diese Technik sind in letzter Zeit so viele Broschüren,
Empfehlungen und Anweisungen herausgegeben worden, so
daß wohl jeder im Bilde ist, wo hier an Zeit gespart werden kann,
und ich kann es mir versagen, hierauf näher einzugehen, Aber auch
in dieser Beziehung gilt es für jeden Meister, mit der Zeit mitzugehen.
Abfallverwertung.
Auch im Malergewerbe kommen Abfälle vor und ist es zu überlegen,
ob die Zeitautwände für die Erfassung der Abfälle sich lohnen.
Nun unterscheiden wir Abfälle, die erfaßt werden können, und solche,
die direkt verloren sind. Verspritzte Farbe, Bodensätze und dergl.
sind direkt verloren. Aber Farbreste, Farbhäute und verschmutzte
Farben können und sollen verwertet werden. Man hat auf der Arbeitsstelle
und Werkstelle einen Topf bereit, in den man alle flüsligen
Reste und Häute hineingießt. Diese Reste sollen stets unter.
etwas Leinöl stehen, damit sie nicht vertrocknen. Wenn sich eine
entsprechende Menge gesammelt hat, siebt man die Masse unter Zusatz
von Halböl durch’ und kann sie zum Grundieren für einfache Arbeiten
verwenden. Den Rest kann man aufkochen, auch wenn man
einmal Gelegenheit hat, groben Kitt zu gebrauchen, Kitt daraus
machen z, B, für Glasdächer, Aber am vorteilhaftesten ist es, diesen
Rest (natürlich gut durchgesiebt) und alle Reste, die aus den Töpfen
gekratzt werden, in den Ofen zu werfen, denn es ist der rationellste
Verwendungsprozeß, weil die Reste den Wert nicht ersetzen, welcher
mit der Arbeitszeit dafür vergeudet wird, selbst wenn ein Lehrling
diese Abfälle verarbeitet. Grundsätzlich muß man aber dafür
sorgen, daß wenig Häute und Abfälle entstehen. Lackreste soll man
nicht zu den Abfällen geben, sondern stets für sich gut verschlossen
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