fullscreen: Oekonomik der Transformationsperiode

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organisierte Einheit. Der gesellschaftliche Charakter der Arbeit 
und der gesellschaftliche Charakter des Produktionsprozesses 
'äußern sich hier in einer beständigen Bewegung der ausge 
tauschten Waren, in Schwankungen der Marktpreise. Dieser ge 
sellschaftliche Charakter der Arbeit offenbart sich jedoch nicht 
so einfach und klar wie in dem Fall, wenn wir eine zweckmäßige 
gesellschaftliche Arbeitsorganisation vor uns haben. 
Die Warengesellschaft ist ein System mit einem besonderen 
Typus des Zusammenhanges, aus dessen Charakter sich ganz 
spezifische Kategorien der Warenwelt ergeben. Dieses System 
ist keine „teleologische Einheit“, d. h. kein bewußt geleitetes 
System nach bestimmtem Plan, Ein solcher Plan ist nicht vor 
handen. Hier fehlt sogar das Subjekt des Wirtschaftsprozesses. 
Eigentlich ist es so, daß hier nicht die „Gesellschaft erzeugt", 
sondern „es wird in der Gesellschaft erzeugt". Und gerade des 
halb beherrschen nicht die Menschen das Produkt, sondern das 
Produkt beherrscht die Menschen, und die „elementare Kraft“ 
der wirtschaftlichen Entwicklung paßt in den gewünschten 
Rahmen nicht hinein. Wenn die gesamte Gesellschaft bei der 
Warenproduktion — folglich auch bei der kapitalistischen 
Methode der Produktion — blind ist, wenn sie in ihrer Gesamt 
heit keine teleologische Einheit ist, so sind es ihre einzelnen 
Teile. Die Gesellschaft besteht aus solchen Teilen, die unter 
einander verbunden sind. Wirtschaftende Subjekte sind in dieser 
Warengesellschaft gerade diese Teile, während ihr System un 
persönlich, blind und in diesem Sinne irrational ist. 
Diese „Irrationalität“ bildet auch die grundsätzliche Voraus 
setzung für die Existenz der politischen Oekonomie, Aber gerade 
das wird von den meisten bürgerlichen Oekonomen verkannt. 
So würde laut Harms*) keine Weltwirtschaft bestehen, wenn es 
*) Bernhard Harms: „Volkswirtschaft und Weltwirtschaft“, Jena, Gustav 
Fischer, 1912.
	        
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