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konkurrenzfähig zu halten. Man denkt dabei auch an allgemeine
Zuschüsse, in der anfänglichen Literatur wird auch die Projizierung
des Gedankens auf ein östliches und westliches Netz vorgenommen.
Eine aktionsfähige Organisation ist verhältnismäfsig weit anerkanntes
Bedürfnis, da die Flüsse und Kanäle nicht so lokal sind, wie die
Eisenbahnanfänge trotz ihrer imaginären Kartenknotenpunkte waren.
Es schied sich dabei z. T. das Interesse am Weiterausbau und
das am status quo. Die Pläne werden jetzt bald zur Erledigung
kommen müssen.
Das neunzehnte Jahrhundert ist für Bremen namentlich die
Periode des Ausbaus seiner Seeverbindungen gewesen, die es sich
mit eigener Kraft zu schaffen vermocht hat, es hat dadurch sein
eigenes Interesse verfolgt, indem es sich seine alte ümschlags-
stellung gesichert hat, ist aber zugleich des Reiches Baumeister an
der See gewesen, indem es dem Verkehr die Einrichtungen geschaffen
hat, die von anderer Seite nicht geschaffen worden sind. Seewärts
sind die Hansestädte selber spröde gewesen, schon Duckwitz, ferner
in den Verhandlungen des Reichstages des Norddeutschen Bundes
mit der Begründung (durch H. H. Meier und Chapeaurouge gegen
Bürgermeister Grumbrecht von Harburg) der Weitläufigkeit der
Reichsinstanz in kleineren und wechselnden Bedarfsfällen und des
Neides bei Hafenbaubewilligungen, obwohl Finanzierung durch das
Reich 1867 nicht zur Beratung stand, da man nicht alle Orte
berücksichtigen könne. Es müsse den Plätzen und Staaten über
lassen bleiben, was sie daran wagen wollten, nach dem Muster
Englands. Korrelat ist die Sonderung des Seebaus 1848/49, die
Konservierung der hanseatischen Seebauverzinsungspraxis und die
Gestattung der Weserkorrektionsabgabe durch das Reich 1 ). Die
deutschen Kommunalaufwendungen sind deshalb gegen die des Staates
Belgien für die Schelde bezw. Antwerpen zurückgeblieben. Holland
befolgt in der modernen Aptierung seiner grofsen Hafenplätze
Amsterdam und Rotterdam dasselbe System wie Belgien.
') Duckwitz Papiere; Sten. Ber. üb. die Verhdl. d. d. constit. Nationalvers.,
brsg. von Franz Wigard, V. Bd., Leipz. 1848, S. 3227 ff.; Stenogr. Ver
handlungen des Reichstages des Nordd. Bundes, I. Bd., Berlin 1867, S. 277 ff. etc.
S. im übrigen die Darstellung von Max Peters, Schiffahrtsabgaben, in den
Schriften des Vereins für Socialpolitik, Bd. CXV, H. 1, Leipz. 1906, S. 29,
103, 139, 158 ff., 163 ff.; (R. G. B. 1873, 3, März, S. 47, no. 911). Der
Gedankengang Mercks 1848 betreffs Beibehaltung der Flufsgebühren als
Garantie für die Ermöglichung von gröfseren Verbesserungen und betreffs der
Seebaugebühren entspricht auch dem von Duckwitz, wenngleich er die Flufs-
freiheit aufgenommen hat.