auch monatlich, halbjährlich oder jährlich auf das Malarbeiten-
Konto übertragen werden. Soll die Buchhaltung organisch mit der
Einzelkalkulation Hand in Hand gehen, so muß man für jede einzelne
Leistung den Aufwand an Material, Lohn und Unkosten auf Malarbei-
ten-Konto-Empfängt übertragen, In diesem Falle wäre die Verknüpfung
von Kalkulation und Buchhaltung weitestgehend durchgeführt.
In gut durchorganisierten Malergeschäften wird man ohne Schwie-
rigkeiten den Aufwand an Material, Lohn und Unkosten für eine
einzelne Leistung auf Malarbeiten-Konto übertragen können, da
durch das Führen von Arbeitszetteln der Einzelaufwand genau fest-
gestellt werden kann.
Die Aufteilung der Konten könnte man je nach Notwendigkeit
noch weiter durchführen, So kann man auch ein Bank-Konto, Post-
scheck-Konto usw. anlegen. Es ist aber davor zu warnen, in der
Organisation einer Buchhaltung zu weit zu gehen.
Neben dem Hauptbuch ist noch ein Kunden- und Lieferanten-
buch als Hilfsbuch notwendig, über dessen Aufbau schon gesprochen
wurde. Die übrigen vorhin angeführten Hilfsbücher wird man auch
bei der doppelten Buchhaltung, um eine wirtschaftliche Betriebs-
führung zu erzielen, anlegen.
Wenn man eine Buchhaltung im Malerbetrieb nach den hier ge-
zeigten Grundsätzen durchführt, so hat der Malermeister die Mög-
lichkeit, mit Hilfe seiner Buchhaltung genaue Kostenberechnungen
aufzustellen. Da der Malermeister sich des öfteren bei öffentlichen
Submissionen zu beteiligen hat, ist eine ordnungsgemäße Buchfüh-
rung für die Preispolitik des Malerhandwerks von größter betriebs-
Wirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Bedeutung.
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